Unfall im Schöneichtunnel provoziert Rekord-Stau

Mitten im Stossverkehr richtet ein Lastwagen im Schöneichtunnel grossen Schaden an. Die Folge davon sind stunden- und kilometerlange Staus im ganzen Kantonsgebiet. Selbst der öffentliche Verkehr kommt teilweise zum Erliegen.

Unfallort im Schöneich mit Autos, die im Stau stehen.

Bildlegende: Stau und Kabel, die von der Decke hängen: Grosse Folgen nach dem Unfall im Schöneichtunnel. Keystone

Am Mittwochnachmittag um 15:30 Uhr riss ein Kranlastwagen im Schöneichtunnel Teile der Tunneldecke herunter, weil der Kranausleger nicht vollständig eingefahren war. Dadurch kam es zu Verkehrsstaus im gesamten Kantonsgebiet, vor allem in der Stadt Zürich. Selbst der öffentliche Verkehr blieb nicht verschont: Trams und Busse blieben auf hoffnungslos verstopften Kreuzungen stecken.

Auswirkungen  bis um Mitternacht

Bis um Mitternacht waren die Folgen des Unfalls auf Zürichs Strassen zu spüren. Laut Kantonspolizei sind solche Auswirkungen kaum vermeidbar, wenn ein Nadelöhr wie der Schöneichtunnel kurz vor Beginn der Stosszeit gesperrt werden muss. Der Tunnel wurde provisorisch instandgestellt und mit tieferer Tempolimite für den Verkehr wieder geöffnet.

Gegen 500'000 Franken Schaden

Eine erste Kostenschätzung zeigt, dass sich die Schadenssumme zwischen 300'000 und 500'000 Franken bewegt. Wer die Kosten übernimmt, ist laut dem Bundesamt für Strassen Astra noch unklar. Grundsätzlich gilt in solchen Fällen das Verursacherprinzip. Es muss jedoch abgeklärt werden, ob sich der Kranausleger aus technischen Gründen gehoben hat oder ob es sich um menschliches Versagen handelt. Unabhängig von den rechtlichen Konsequenzen soll der Tunnel möglichst rasch repariert werden, dies wenn immer möglich ohne Totalsperrung.