Unfallstatistik SH: Weniger Unfälle, mehr Verletzte und mehr Tote

Die Schaffhauser Polizei zieht eine durchzogene Bilanz des Unfalljahres 2012. Denn im Gegensatz zum Vorjahr sind vier Personen auf den Strassen umgekommen, die Gesamtzahl der Unfälle ging jedoch zurück. Sorgen bereiten der Regierung die vielen Unfälle auf Fussgängerstreifen

Regierungspräsidentin Rosmarie Widmer

Bildlegende: Regierungspräsidentin Rosmarie Widmer präsentiert Massnahmen gegen Fussgänger-Unfälle. zvg

542 Verkehrsunfälle zählte die Schaffhauser Polizei im Jahr 2012. Das sind 18 weniger als im Vorjahr. «Trotz immer mehr Motorfahrzeugen ist die Unfallzahl erfreulicherweise gesunken», bilanziert die Verkehrspolizei. «Leider mussten trotzdem mehr Verletzte und auch mehr Verkehrstote beklagt werden.»

Konkret wurden 8 Personen mehr verletzt (180 Verletzte im Jahr 2011, 188 im Jahr 2012) und 4 getötet (gegenüber 0 Verkehrstoten im 2011). Markant gestiegen sind die Unfälle im Winter, von 21 (2011) auf 40 (2012). «Die Ursachen liegen sowohl bei der mangelnden Ausrüstung, wie auch bei der nicht angepassten Fahrweise», schreibt die Schaffhauser Polizei.

Unfälle auf Fussgängerstreifen vor allem in der Stadt

Weiterhin unter Beobachtung stehen die Unfälle auf Fussgängerstreifen. Hier wurden 31 Menschen verletzt (27 im 2011), die meisten in der Stadt Schaffhausen. «Oftmals werden Fussgäner aufgrund ihrer dunklen Kleidung zu spät wahrgenommen», schreibt die Schaffhauser Polizei als Erklärung. Regen und Dunkelheit spielten ebenfalls eine Rolle.

Keine Zunahme gab es in Schaffhausen bei den Unfällen mit E-Bikes. Dies im Gegensatz zur Tendenz im Kanton Zürich (siehe Artikel rechts).

Ebenfalls abgenommen haben Unfälle unter Alkoholeinfluss. Hier hat die Polizei auch weniger Autofahrerinnen und -Fahrer verzeigt. 113 Lenkerinnen und Lenker waren mit über 0,8 Promille unterwegs, 50 mit 0,5 bis 0,79 Promille.