Uni Zürich fliegt in die Schwerelosigkeit - schon zum zweiten Mal

Für wenige Sekunden schwerelos sein. Um dies zu erleben muss man nicht ins All, man kann die Schwerelosigkeit auch in einem Flugzeug simulieren. Zu Forschungszwecken führt die Universität Zürich bereits zum zweiten Mal einen Parabelflug durch. Auch Privatpersonen dürfen mitfliegen.

Leere Kabine in einem Airbus A310

Bildlegende: Keine Sitze, keine Bordküche - In dieser leeren Kabine erleben die Teilnehmer das Gefühl der Schwerelosigkeit. Keystone

Bereits vor einem Jahr startete die Universität Zürich einen ersten Parabelflug ab dem Flugplatz Dübendorf. Dazu wurde eine neue Forschungsplattform für Schwerelosigkeit gegründet.

Nun führt die Universität Zürich einen weiteren Parabelflug durch. Am Samstag wird der Airbus «A310 Zero-G» zum zweiten Mal vom Flugplatz Dübendorf aus starten. «Der erste Flug war eine Art Machbarkeitsstudie. Dort konnten wir die genauen Abläufe testen. Nun können wir uns bei einem zweiten Flug stärker den Experimenten widmen», sagt Oliver Ullrich, Leiter der Forschungsplattform.

Mit an Bord sind auch Forscher der Universitätsklinik Balgrist. Sie wollen der Rolle der Schwerkraft bei der Entstehung von Rückenschmerzen auf den Grund gehen. Sie messen während dem Flug die Stabilität der Wirbelsäule, ohne und mit doppelter Erdanziehungskraft.

Auch Privatpersonen fliegen am Samstag mit

Neben den 15 Forschern fliegen auch 25 Privatpersonen mit. Wer mitfliegen will braucht aber ein dickes Portemonnaie. Egal ob Forscher oder Privatperson, der Flug kostet 8'500 Franken. «Unser Konzept ist, dass wir die Parabelflüge ohne öffentliche Gelder durchführen können. Wir sind deshalb auch auf Privatpersonen angewiesen, die diese Parabelflüge mitfinanzieren.» In Zukunft soll es weitere Parabelflüge geben, ein- bis höchstens zweimal im Jahr. Das Interesse sei gross, so Ullrich.