Uni Zürich: Politiker fordern Antworten von Regine Aeppli

Nach dem Rücktritt des Rektors der Universität Zürich verlangen Politiker aus dem Kantonsrat, dass Zürcher Bildungsdirektorin Regine Aeppli Licht ins Dunkel bringt. Diese möchte vorerst jedoch keine Stellung beziehen.

«Der Schaden ist gross» bedauert die grüne Kantonsrätin Esther Guyer die Vorfälle an der Universität Zürich. Das Image der Universität Zürich leide stark darunter. Deshalb sei es wichtig, dass die kantonsrätliche Aufsichtskommission genau kläre, ob sie aktiv werden müsse. Die nächste Sitzung der Kommission ist am kommenden Donnerstag.

Aeppli muss Antworten liefern

Bereits am Montag nimmt Bildungsdirektorin Regine Aeppli (SP) als oberste politische Verantwortliche erstmals Stellung zu den Vorfällen, wie die Bildungsdirektion gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» erklärte. Dann ist der Jahresbericht der Universität Thema im Kantonsrat.

FDP-Kantonsrat Hans-Peter Portmann, Präsident der kantonsrätlichen Aufsichtskommission, erwartet dann Antworten von der Bildungsdirektorin: «Zum Beispiel, was war alles bekannt war, und wie die verschiedenen Aufsichtsgermien die Vorfälle begleitet und eventuell auch beeinflusst haben.»

Protest der Professoren geht weiter

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Rektor der Universität Zürich tritt zurück - Protest bleibt

5:58 min, aus Schweiz aktuell vom 7.11.2013

Vom Rücktritt des Uni-Rektors Andreas Fischer «völlig überrascht» zeigte sich heute Uni-Professor Philipp Sarasin. Er hatte zusammen mit andern einen weltweiten Protest von Hochschulangehörigen organisiert. Hintergrund war die Entlassung von Professorin Iris Ritzmann, die den Medien vertrauliche Informationen zugespielt haben soll.

Trotz Fischers Rücktritt geht dieser Protest weiter. «Wir fordern immer noch die vollständige Rehabilitation von Iris Ritzmann», so Sarasin. Deshalb wird morgen ein offener Protestbrief an die Uni-Leitung als Zeitungsinserat erscheinen.

Datenschützer untersucht

Der Zürcher Datenschutzbeauftragte nimmt das Vorgehen der Universität unter die Lupe. Sie soll im grossen Stil E-Mail- und Telefondaten der Mitarbeiter an die Staatsanwaltschaft weitergegeben haben.