Zum Inhalt springen

Zürich Schaffhausen «Unzumutbar» und «ungenügend»

Die nationale Anti-Folter-Kommission kritisiert in ihrem jüngsten Tätigkeitsbericht auch die Gefängnisse in Zürich und Schaffhausen. Diese wehren sich gegen die Vorwürfe.

Legende: Audio Gefängnisse reagieren auf Kritik (25.6.2014) abspielen. Laufzeit 3:32 Minuten.
3:32 min

Psychisch kranke Personen würden in der Vollzugsanstalt Pöschwies in Regensdorf zu lange eingeschlossen, heisst es zum Beispiel im Bericht der Kommission. Weiter sei die Dauer der Einzelhaft in der Hochsicherheitsabteilung «unverhältnismässig». Im Flughafengefängnis kritisiert die Kommission, Ausschaffungshäftlinge seien in ihrer Bewegungsfreiheit zu sehr eingeschränkt.

Zum Fall Pöschwies sagt Rebecca de Silva vom kantonalen Amt für Justizvollzug, es handle sich um den Einzelfall eines psychisch kranken Mannes. Vom Flughafengefängnis wollte am Mittwoch niemand Stellung nehmen.

Schaffhauser Gefängnis nicht zumutbar

Auch das kantonale Gefängnis in Schaffhausen, das 1913 gebaut wurde, bemängelt die Kommission. Die Zustände in den Zellen seien für die Inhaftierten «unzumutbar», vor allem für Ausländer und Frauen. Der Kanton müsse den Bau des Polizei- und Sicherheitszentrums vorantreiben.

Dies sei einfacher gesagt als getan, sagt dazu der Schaffhauser Sicherheitsdirektor Ernst Landolt: «Dieses Zentrum ist ein grosser Lupf.» Der Kanton habe zur Zeit beschränkte finanzielle Mittel und könne das Zentrum deshalb nicht einfach so realisieren.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Edi Steinlin, Zürich
    Unzumutbar sind die kriminellen Tätigkeiten einiger Ausländergruppen und nicht die Gefängnisse. Im übrigen brauchen wir in der Schweiz keine Anti-Folter Kommission. Wir haben bereits eine teure und überflüssige Rassismus Kommission. Als Steuerzahler stinken mir die teuren höchst fraglichen Instrumente die von Grünen und Linken gefordert und installiert werden. Sollen diese Leute die das wollen und brauchen es auch bezahlen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von W. Pip, Züri
    Klingt fast so, als ob diese „Kommission“ jedwelche psychische Belastung für Gefängnisinsassen eliminieren will. Und dabei wohl vergisst, dass es sich dabei um Täter handelt, welche in irgendeiner Form jemand anderen eine ganz anderes psychisches Leid angetan haben. Aber es ist typisch für unsere Zeit: Täter zu Opfern machen, Ursachen zu Gegebenheiten, Inländer zu Fremden (oder wie darf ich die vom Vorredner ebenfalls zitierte Anspielung auf Ausländer verstehen?).
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M. Steiner, Winterthur
    Was? Also da muss natürlich schon ein Breitband-Internet und HDTV in jede Zelle. Und pro Häftling bitte 35m2. Wir sind doch nicht in Lampukistan! ;-)
    Ablehnen den Kommentar ablehnen