US-Steuerdeal kostet Schaffhauser Kantonalbank Millionen

Die Schaffhauser Kantonalbank (SHKB) folgt im US-Steuerstreit dem Weg, den bereits viele andere Kantonalbanken eingeschlagen haben. Sie reiht sich in der Kategorie 2 ein. Damit schliesst die SHKB-Führung nicht aus, dass ihre US-Kunden die Steuerbehörden betrogen haben.

Die Schaffhauser Kantonalbank ist sich keiner Schuld bewusst. Ihr Chef Martin Vogel stellt klar: «Wir sind davon überzeugt, dass wir der amerikanischen Justiz unser korrektes Verhalten beweisen können.» Trotzdem habe sich die Bank in die Kategorie 2 des Programms zur Beilegung des Steuerstreits mit den USA eingereiht. Denn nur diese Kategorie ermögliche es ihnen, Klarheit zu schaffen, so Vogel im Gespräch mit dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Viel Ärger mit dem US-Steuerprogramm

Diesen Schritt macht die SHKB aber nur widerwillig. Eine Einreihung in die Kategorie 3 wäre mit nicht einschätzbaren Risiken verbunden gewesen, kritisiert Martin Vogel. Deshalb nehme die Schaffhauser Kantonalbank den Aufwand in Kauf, am US-Steuerdeal teilzunehmen, «auch wenn das ärgerlich ist». Alleine die Kosten für Anwalts- und Gutachterhonorare dürften ein bis zwei Millionen Franken betragen.

Der Kantonalbank-Chef geht heute aber davon aus, dass seine Bank nicht noch weitere Millionen für eine allfällige Busse aufbringen muss. Sollte dieser Fall doch nicht eintreten, gibt sich Martin Vogel kämpferisch: «Dann würden wir wohl selber in den USA ans Gericht gelangen.»

Zürcher Kantonalbank gehört in die Kategorie 1

Inzwischen haben sich 12 der 24 Kantonalbanken in die Kategorie 2 eingeschrieben. Die Zürcher und die Basler Kantonalbank gehören der Kategorie 1 an, gegen die bereits eine Untersuchung der US-Behörden läuft.