«Väter-Forum» in Zürich ist ein Erfolg

Väter sollen mehr Verantwortung übernehmen für die Erziehung ihrer Kinder. Dieses Ziel verfolgt die Suchtpräventionsstelle der Stadt Zürich. Seit 3,5 Jahren versucht sie verstärkt, ausländische Väter für dieses Anliegen zu gewinnen. Mit Erfolg, wie eine Bilanz der Projekt-Verantwortlichen zeigt.

Eine Gesprächsrunde des «Väter-Forums» Zürich

Bildlegende: Väter sind wichtig: Im «Väter Forum» lernen sie, mehr Verantwortung für die Erziehung zu übernehmen. zvg

Mit herkömmlichen Bildungsangeboten, wie beispielsweise Elternabenden, seien ausländische Eltern oft nur schwer erreichbar, heisst es vom Zürcher Schulgesundheitsdienst. Dies gelte erst recht für Väter mit Migrationshintergrund. Hier will das Angebot «Väter Forum» einen neuen Zugang bieten.

Väter helfen Vätern

Väter mit Migrationshintergrund werden von der Suchtpräventionsstelle in den Bereichen Gesundheitsförderung, Suchtprävention und in der Moderation von Kleingruppen geschult. Danach sind sie als Moderatoren im Einsatz für Väter derselben Muttersprache.

Dabei vermitteln sie in einer Runde mit vier bis sechs Vätern Informationen zu präventionsrelevanten Themen und moderieren den Austausch unter den Vätern. Ziel sei es, die Gesundheitskompetenz der Väter zu erweitern und sie dafür zu sensibilisieren, dass ihre Rolle als Vater wichtig ist.

«Schneeballsystem» einmal anders

Martin Küng, Co-Leiter des Projekts, freut sich, dass die Zielgruppe erreicht worden ist. 114 Moderatoren in den Sprachen Albanisch, Bosnisch-Kroatisch-Serbisch, Spanisch und Somalisch hätten in drei Jahren in 88 einzelnen Runden 414 andere Väter erreicht, sagt Küng gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Die einzelnen Moderatoren schafften es immer wieder, neue Väter ihres Kulturkreises anzusprechen. Die gemeinsam mit der Suchtpräventionsstelle erarbeiteten Themen stiessen bei den Vätern auf Resonanz und stärkten sie in ihrer Rolle als Vater. Die Rückmeldungen aus der Pilotphase seien «sehr ermutigend».