VBZ: Weniger Unfälle, mehr Verletzte

Im ersten Halbjahr haben die VBZ insgesamt weniger Unfälle zu beklagen als im selben Zeitraum vor einem Jahr. Zugenommen haben jedoch die Fälle mit Körperverletzung. Besonders oft verletzen sich Fahrgäste, wenn Tram oder Bus unvermittelt bremsen müssen.

Tramunfall (Archivbild)

Bildlegende: 354 Mal kollidierten Fahrzeug der VBZ mit einem anderen Fahrzeug. Dies sind 16 Fälle weniger als im letzten Jahr. Keystone

817 Unfälle verzeichneten die VBZ im ersten Halbjahr 2014 insgesamt. Das sind neun Unfälle weniger als im gleichen Zeitraum 2013. Bei 253 Unfällen kamen auch Personen zu Schaden, im Vergleich mit 2013 sind das 32 mehr. Bei 326 Millionen Fahrgästen bewege sich diese Zahl im Rahmen der üblichen Schwankungen, erklärt Jörg Widmer von den VBZ.

Präventionskampagne zeigt nur teilweise Wirkung

Zu Verletzungen kommt es besonders häufig, wenn die Tram- oder Buschauffeure unvermittelt bremsen müssen: In 112 Fällen verletzten sich Fahrgäste bei einem solchen Manöver. Mit einer Präventionskampagne «sicher unterwegs», die seit 2013 läuft, versuchen die VBZ mit Tipps zum sicheren Verhalten solche Stoppunfälle zu reduzieren. Ein Flopp? Nein, sagt Jörg Widmer gegenüber dem «Regionaljournal»: «Es ist der richtige Ansatz, dass wir mit einfachen Mitteln erklären, wie sich unsere Fahrgäste bei einem Notstopp vor Unfällen schützen können.» Eine solche Kampagne brauche aber Zeit, bis sie alle Leute erreicht habe.

Weitere Kampagnen laufen, um Notstopps grundsätzlich zu vermeiden. So werden mit Videos andere Verkehrsteilnehmer darauf aufmerksam gemacht, dass Trame einen längeren Bremsweg benötigen.