Verlässt das Kapo-Kommando nun doch die Kaserne?

Der Entscheid des alten Regierungsrats, dass die Spitze der Kantonspolizei nicht ins neue Polizei- und Justizzentrum (PJZ) zügeln soll, hat für Kritik gesorgt. Namentlich wegen der neuen Justizdirektorin könnte er jetzt sogar umgestossen werden.

Die Gebäude der Zürcher Polizeikaserne

Bildlegende: Die Zürcher Polizeikaserne: Schon bald ganz ohne Polizei? Archiv: Keystone

In knapp fünf Jahren, Anfang 2020, soll das neue Polizei- und Justizzentrum bezugsbereit sein. Für die neue SP-Justizdirektorin Jacqueline Fehr ist klar, das Kasernenareal soll komplett polizeifrei werden. So, wie das vor der Volksabstimmung auch versprochen worden war: «Das ist ihr ein grosses Anliegen», sagt Fehr-Sprecher Benjamin Tommer gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Steiner und Walker Späh unverbindlicher

Auch die beiden andern neuen Frauen in der Kantonsregierung, Silvia Steiner (CVP) und Carmen Walker Späh (FDP), hatten vor ihrer Wahl versprochen, sie würden beim PJZ den Wählerwillen durchsetzen. Heute bleiben sie indes unverbindlicher: Ihren Standpunkt würden sie in den den Sitzungen des Regierungsrates einbringen. Zum Thema äussern werde man sich aber erst an einer Medienkonferenz nach den Sommerferien, lassen die Beiden über ihre Medienstellen ausrichten.

Platz für Bildung, Kultur und Gewerbe

Die heutige Polizei- und Militärkaserne soll in ein grosses Erwachsenenbildungszentrum mit öffentlichem Restaurant verwandelt werden. In die historischen Zeughäuser können Kleingewerbler, Kulturschaffende und Sozialunternehmen einziehen. Ob sie den ganzen Platz beanspruchen können, wird der Regierungsrat nun also nach den Sommerferien bekannt geben.