Viel Polizei, wenig Vorfälle: Die Bilanz nach der Streetparade

Die 25. Streetparade stand unter besonderen Vorzeichen – nach den Anschlägen in Nizza und Deutschland. Die Polizei markierte deshalb Präsenz, was bei den Besucherinnen und Besuchern gut ankam. Die Parade war friedlich, die Nacht weniger. Markant weniger zu tun hatten die Sanitäter.

Ein Polizeiauto, daneben vier Polizisten in schwarz, dahinter eine Menschenmenge

Bildlegende: Die vielen Polizisten und die strikten Strassensperren hätten sich bewährt, sagt die Stadtpolizei. Keystone

Polizisten mit Gewehren, die Selfies machten mit Raverinnen und Ravern. Massive Strassensperren. Und mobile Abschrankungen, durch die nur wenige Besucherinnen und Besucher aufs Mal durchpassten. Die Polizei war an der 25. Streetparade sehr präsent. «Die Besucherinnen und Besucher schätzten das», sagt Michael Wirz, Mediensprecher der Stadtpolizei. «Sie fühlten sich so sicherer.»

Zwei Schwerverletzte nach Messerstecherei

Die Stadtpolizei zieht eine positive Bilanz. Nur einige Vorfälle in der Nacht auf Sonntag trübten das Bild. «Wir hatten einen besonders schwerwiegenden Fall mit einer Messerstecherei», erzählt Michael Wirz. Zwei Männer wurden dabei lebensbedrohlich verletzt. Zwei Verdächtige wurden verhaftet.

Während der Streetparade warnte die Polizei auf Twitter vor Schmuckdiebstählen, bei denen Pfefferspray eingesetzt wurde. «Der Einsatz von Social Media an derartigen Grossanlässen bewährt sich», sagt Michael Wirz.

Viel weniger Arbeit für Sanitäter

Ebenfalls bewährt hätten sich die Tipps von Schutz und Rettung Zürich, glaubt deren Mediensprecherin Iris Schärer. Denn die Sanitäterinnen und Sanitäter mussten deutlich weniger Patienten behandeln. 690 Fälle waren es, rund 30 Prozent weniger als im letzten Jahr. Wie immer handelte es sich vor allem um Schnittverletzungen und zu viel Drogen oder Alkohol.

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