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Zürich Schaffhausen «Vielleicht mache ich den Mädchen Mut»

Die 17-jährige Neftenbacherin Milena Brennwald hat den Ausstich am Knabenschiessen für sich entschieden. Sie besiegte den 16-jährigen Simon Luder aus Zürich. Milena Brennwald ist die fünfte Schützenkönigin am Zürcher Knabenschiessen.

Milena Brennwald mit Kopferhörern im Schiessstand
Legende: Sie blieb ruhig und weiss selber nicht wie: Schützenkönigin Milena Brennwald in Aktion keystone

Milena Brennwald und Simon Luder haben das Maximum von 35 Punkten bereits am Samstagmorgen erreicht. Danach traf niemand mehr so gut. Den Knabenschiessen-Ausstich am Montagmorgen gewann die 17-jährige Milena Brennwald mit 27 Punkten, Simon Luder erreichte 18 Punkte. Beide hatten gemäss Organisatoren noch nie in einem Verein geschossen.

Sie habe sich bewusst Zeit genommen und Zeit gelassen vor dem ersten Schuss, sagt Milena Brennwald im Interview mit dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Zum Glück habe sie nicht gewusst, dass dieser erste Schuss gleich ein 6er war.

Dass sie die erst fünfte Schützenkönigin des Zürcher Knabenschiessens ist, das findet sie «scho cool», und vielleicht mache sie weiteren Mädchen ja Mut, einfach mal mitzumachen und ihr Glück zu versuchen.

Mehr Schützinnen und Schützen

Insgesamt versuchten vom Samstag bis am Montagmorgen 4297 Jugendliche ihr Glück am Knabenschiessen. Das sind knapp 400 mehr als letztes Jahr, wie die Organisatoren mitteilen. Schiessen dürfen Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren, die im Kanton Zürich wohnen oder zur Schule gehen.

Die Ursprünge des Knabenschiessens gehen auf das 16. Jahrhundert zurück. Seit 1899 organisiert die Schützengesellschaft der Stadt Zürich den Anlass auf dem Albisgüetli. Seit 1991 sind auch Mädchen zum Schiessen zugelassen. Neben dem Wettschiessen findet eine der grössten Chilbis der Schweiz statt.

Täter verhaftet

Die Kantonspolizei Zürich hat den 17-Jährigen festgenommen, der am Samstagabend zwei Jugendliche mit einem Messer lebensgefährlich verletzt hat. Er hat die Tat zugegeben, die Gründe sind weiterhin unklar.
Die beiden Verletzten sind ausser Lebensgefahr.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Meier, Thun
    Herzliche Gratulation an Milena und alle anderen, die sich im Schiessen versuchten. Ich bin Sportschütze und staune, wie SP-PolitierInnen - die sonst kein gutes Haar an der Armee lassen und nach deren Meinung Waffen verschrottet gehören - plötzlich stolz sind. Tja, wenn ein Mädchen gewinnt und man daraus feministisches Kapital schlagen kann, ist alles recht. Milena hat besser getroffen. Gut so und Punkt. Das als grossen feministischen Sieg zu werten scheint mir missbräuchlich.
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  • Kommentar von W: Pip, Züri
    Hat jemand mal den Mut, das Knabenschiessen umzubenennen? Oder ist die Frage ketzerisch, unkorrekt, frauenfeindlich, asozial oder sonstwie verwerflich?
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