Virtueller Posten: Polizei hofft auf Entlastung

Seit Dienstag ist in sechs Schweizer Kantonen, darunter Zürich und Schaffhausen, ein virtueller Polizeiposten in Betrieb. Rund um die Uhr kann man dort kleinere Delikte wie einen Velodiebstahl oder eine Sprayerei melden. Die Polizei hofft, dass sie dadurch weniger Zeit durch Büroarbeit verliert.

Der virtuelle Schalter entlastet Polizisten von der Büroarbeit.

Bildlegende: Der virtuelle Schalter soll Polizisten von der Büroarbeit entlasten. Keystone

Es funktioniert relativ einfach: Mit ein paar Mausklicks manövriert man sich Schritt für Schritt zur Anzeige. Es empfiehlt sich aber, die Checkliste am Anfang zu lesen und die nötigen Informationen (Versicherungsnummer, Rahmennummer des gestohlenen Velos) und Dokumente (Identitätskarte) bereitzuhalten. Die Polizei verspricht, dass alle Daten vertraulich behandelt und gut gesichert werden.

Massendelikte machen massenhaft Schreibarbeit

Der virtuelle Schalter hat vor allem den Zweck, die Polizistinnen und Polizisten von der Schreibarbeit zu entlasten. «Es sind vor allem die so genannten Massendelikte wie zum Beispiel Velodiebstähle, die uns viel Arbeit machen», sagt Michael Wirz, Sprecher der Stadtpolizei Zürich, gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Deshalb hofft man jetzt bei den Polizeikorps in der Stadt wie auch im Kanton Zürich und bei der Schaffhauser Polizei, dass in Zukunft möglichst viele Leute ihre Anzeige online aufgeben. «Dann haben die Polizisten wieder mehr Zeit für Einsätze auf der Strasse», so Michael Wirz.

Die Polizeiposten bleiben aber weiter offen für all jene, die lieber einem Polizisten in Fleisch und Blut gegenüberstehen.

Schweizer Polizei harmonisiert ihre Informatik

Der Onlineschalter «Suisse ePolice», bei dem auch die Kantone Bern, Fribourg, Zug und St.Gallen beteiligt sind, ist das erste grosse Projekt innerhalb des Programms «HPI - Harmonisierung der Schweizer Polizeiinformatik». Federführend ist dabei die Zürcher Kantonspolizei.

Hier geht's zur E-Police