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Zürich Schaffhausen Vom See zum Acker, zum Platz - zum neuen Sechseläutenplatz

Wenn die Zürcherinnen und Zürcher ihren neuen Sechseläutenplatz einweihen, feiern sie auf historischem Gelände. Er war schon ganz vieles: Pfahlbau-Siedlung, Festungsanlage, Kartoffelacker, Rapsfeld und Eisfläche. Ein Blick zurück auf die wechselvolle Geschichte.

Legende: Video Bewegte Geschichte des Sechseläutenplatzes abspielen. Laufzeit 7:58 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 22.04.2014.

Bei vielen Zürcherinnen und Zürchern war es Liebe auf den ersten Blick, als sich der neue Sechseläutenplatz diesen Frühling zum erstenmal fertig gestaltet präsentierte. Seither flanieren, sitzen, spielen Jung und Alt auf dem riesigen, hellen Platz aus Valser Quarzit am Zürcher Bellevue.

Von der Wiese zum Platz

Auch wenn die Zürcher Zünfte seit über 100 Jahren den «Böögg» auf dem Sechseläutenplatz verbrennen, der Platz ist noch relativ jung. Das erzählt der stellvertretende Stadtarchivar Nicola Behrens gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». «Über Jahrzehnte wusste die Stadt nicht, was sie mit der Wiese anstellen soll. Erst 1946 entschied der Zürcher Stadtrat, dass die Wiese beim Bellevue ein Platz bleiben soll.»

Ein Blick zurück auf die Geschichte

Dort, wo heute die Menschen flanieren, war in der Frühzeit Wasser. Der See reichte bis zur heutigen Theaterstrasse. Erst im Mittelalter wurde das Ufer beim heutigen Sechseläutenplatz aufgeschüttet. Zuerst bauten die Zürcher eine Festungsanlage, diese taugte jedoch nicht viel und wurde 1833 abgerissen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Sechseläutenplatz zu einem Kartoffelacker und zu einem Rapsfeld. Und nun ist der - vorläufig - letzte Schritt gemacht: von der Wiese zum Platz.

6 Kommentare

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  • Kommentar von M. Steiner, Winterthur
    Der Platz ist toll. Ein richtiger Platz eben. Endlich Weite (wenn sie nicht von Festivitäten vollgestellt sind). Skeptisch nur hier: wird die Parkhausdecke die Schwingungen der Rösslireiterei schadlos verkraften? Wie lange dauert es, bis die Fermob-Stühle geklaut wurden?
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  • Kommentar von F.M. Müller, Zürich
    Die einmalige Weite vom BETRETBAREN Platz tut der Stadt gut. Die Einteilung mit den Bauminseln links und rechts des Platzes und dem Wasserspiel lässt das Opernhaus vom Bellevue her (auch in der Nacht) voll zur Geltung kommen. Der einheimische Stein gefällt ebenso. Die Möblierung mit den Bänken und den mobilen Sitzelementen sind gut gewählt. Vorher war die BRAUNE Sechseläutenwiese acht von zwölf Monaten besetzt. Jetzt sind es 180 Tage. Das ist immer noch viel, aber wohl ein guter Kompromiss.
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  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    Mir gefallen diese Steine sehr, aber im Notfall weiterhin eine Wiese für Kartoffeln oder Raps zu haben hätte mir noch besser gefallen. Und bin gespannt, wie Pferd & Reiter auf dieser harten Unterlage ihre Runden um den Böög reiten werden. Laut Prognose soll es Regen geben, so dass dieser Platz nass, rutschig, somit eine Gefahr für diese sein könnte. Hier hat sich eine Ex-Stadträtin einfach ein Denkmal gesetzt & die "Zürchener" zahlen es. Wie den Hafenkran eines anderen Ex-Stadtrat.
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