Von «wir sind sehr glücklich» bis «besser als gar nichts»

Die Zürcher Parteien reagieren mit Verständnis auf den Kongresshaus-Entscheid des Stadtrates, er sei vernünftig. Die Freude ist links allerdings bedeutend grösser als rechts.

Blick aufs Zürcher Kongresshaus

Bildlegende: Ein bisschen Kosmetik soll reichen. Das alte ist auch das neue Kongresshaus. Keystone

Die Spannbreite der Reaktionen ist zwar gefühlsmässig gross. Die Grünen sind «sehr glücklich» über den Entscheid, kein neues Kongresszentrum zu bauen. Die SVP äussert ein resigniertes «besser als gar nichts». Von einem falschen Entscheid spricht gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» allerdings niemand.

Zufriedene Linke

Die SP spricht von einem guten Entscheid der Stadtregierung, manchmal brauche es eben zwei Anläufe, sagt Min-Li Marti. Auch beim Stadion sei das zweite Projekt schliesslich besser geworden als das erste. Und der Grüne Markus Knauss freut sich darüber, dass die Stadt jetzt nicht viel Geld in die Hand nimmt, um für Private ein teures Kongresszentrum zu bauen.

Gian von Planta von den Grünliberalen ärgert sich, dass der Stadtrat alle zwei Jahre die Meinung über den idealen Standort für ein Kongresszentrum gewechselt habe. Das bestehende Kongresshaus umzubauen sei nun aber richtig: «Ein grosses Kongresszentrum zu bauen, ist nicht Aufgabe der Stadt.»

Skeptische Rechte

Die FDP trauert noch immer dem verworfenen Moneo-Projekt nach und hätte lieber ein ganzes Kongresszentrum als nur ein Kongresshaus gehabt. Nun gelte es aber, das alte neue Haus «zum fliegen zu bringen», sagt Roger Tognella.

SVP-Präsident Roger Liebi spricht von einer verpassten Chance. Mit der jetzt beschlossenen Mini-Variante werde es nun nie «richtig gute Kongresse, die eine gewisse Wirkung haben» geben. Trotzdem: «Es ist besser, als gar nichts zu haben.»