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Vorfall am Flughafen Zürich Beinahe-Crash mit Drohne

  • Im Mai dieses Jahres ist ein Airbus im Landeanflug auf den Flughafen Zürich knapp an einer Drohne und einer möglichen Katastrophe vorbeigeschrammt.
  • Dies berichtet die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) in ihrem neusten Bericht.
  • Obwohl der Flieger auf seinem Kurs gewarnt wurde, konnte er kaum ausweichen.

Zehn Meter, mehr Platz war nicht zwischen der Drohne und dem Airbus der Swiss, der 185 Passagiere und 12 Crewmitglieder von Dar es Salaam nach Zürich brachte.

Als sich der Airbus auf dem Südanflug zum Zürcher Flughafen befand, hörten Pilot und Copilot mit, wie die Besatzung der unmittelbar vorausfliegenden Maschine der Verkehrsleitstelle meldete, dass eine Drohne auf Flughöhe der Linienmaschinen schwebe.

Der Pilot und sein Copilot hielten sofort Ausschau nach dem Flugobjekt und zwei Sekunden lang konnten sie einen Multikopter von einem Meter Durchmesser erkennen, der sich in ihrer Anflugachse befand. Für ein Ausweichmanöver war es zu spät. Der Airbus flog in einem Abstand von geschätzten zehn Metern an der Drohne vorbei.

Sust vermutet einen Plane-Spotter

Die Sust hält in ihrem Bericht fest, dass Multikopter dieser Grösse ein Triebwerk stark beschädigen oder sogar in Brand setzen könnten. Sie stellten eine Gefährdung der Verkehrsfliegerei dar.

Damit nicht genug: Die Sust hält es für denkbar, dass die Drohne absichtlich an diese Stelle manövriert wurde, um Nahaufnahmen der anfliegenden Verkehrsflugzeuge zu machen. Denn die Drohne befand sich just über einem offiziellen Wegpunkt, den Linienmaschinen beim Anflug mit dem Instrumentenlandesystem jeweils in einer Höhe von 5000 Fuss passieren.

Die Sust hält fest, dass es unerlässlich sei, Drohnen technisch erfassbar zu machen und Flugzeuge vor Kollisionen warnen zu können. Ansonsten sei eine solche Kollision angesichts des starken Drohnenaufkommens nur noch eine Frage der Zeit.

26 Kommentare

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  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Drohnen gehören für private verboten. Punkt. Harte Strafen.
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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Dazu benötigen sie 5 Monate für den Bericht. Hoffentlich haben sie auch nachgedacht, wie die Sicherheit zu gewährleisten ist. Eine Unterschrift beim Kauf können sie vergessen.. Ein nicht richtiges Können, ein technischer Defekt und schon ist es geschehen. Ein Chip als Erkennungsmarke und eine hohe Versicherung , wenn in Verbotszonen, falls es die wirklich gibt, geflogen wird, wäre dies nicht schon eine kleine Einschränkung ?
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  • Kommentar von Franz NANNI (igwena ndlovu)
    Ich bin eigentlich auf der Linie von Pedro Neumann, aber man koennte auch zwingend vorschreiben, dass alle Drohnen mit einem Erkennungschip ausgeruestet sind,(Aehnlich einem Tracker fuer Autos) der den Besitzer bei Bedarf erfassbar macht... dann hoeren solche Gefaerdungen SOFORT auf!.. und da solche Trackers via Satelit und Aufzeichnung arbeiten, kann man auch NACH Geschehen den Taeter ausfindig machen...
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    1. Antwort von Klaus Kreuter (PalleKalle)
      Das ist genau der richtige Vorschlag. Wieso dürfen irgendwelche Möchtegern-Flieger sich mit solch gefährlichen Manövern aufgeilen?
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