Wärtsilä in Winterthur kooperiert mit chinesischer Firma

Von der «Heirat» Wärtsiläs mit dem grössten chinesischen Schiffsbauer CSSC ist vor allem Winterthur betroffen. Dort entwickelt Wärtsilä nämlich Schiffsmotoren. Zu einem Stellenabbau soll der Zusammenschluss aber nicht führen.

Hauptsitz von Wärtsilä in Helsinki, Finnland

Bildlegende: Der finnische Maschinenbauer Wärtsilä übernahm 1997 das Dieselmotorengeschäft des Winterthurer Sulzerkonzerns. Keystone

Das Gemeinschaftsunternehmen werde den Hauptsitz in Winterthur behalten und das Management bleibe unverändert, teilte Wärtsilä am Freitag mit. Ein Stellenabbau ist nicht geplant, wie es beim Unternehmen auf Anfrage hiess.

Wärtsilä hatte im Februar angekündigt, weltweit rund 1000 Stellen, davon 54 in Winterthur, zu streichen. Am neuen Unternehmen werden die China State Shipbuilding Corporation (CSSC) mit 70 Prozent und Wärtsilä mit 30 Prozent beteiligt sein.

Der Wert der Transaktion wird auf etwa 46 Millionen Euro beziffert. Zudem erhält die Stadtregierung von Shanghai die Option, sich am Anteil von CSSC zu beteiligen. Die betroffene Sparte ist ein früherer Teil des Sulzer-Dieselgeschäfts. Die Verantwortung für den Kundendienst und die Wartung der Zweitaktmotoren blieben bei Wärtsilä, wie es weiter hiess. Das Gemeinschaftsunternehmen übernimmt die Eigentumsrechte an der Wärtsilä-Zweitaktmotorentechnologie von Wärtsilä und wird das Portfolio der Zeitaktmotoren weiterentwickeln. Beide Partner wollen zudem den Vertrieb ausbauen.