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Sportvereine unter Druck «Ein Engagement im Verein ist nicht karrierefördernd»

Mit neuen Modellen soll die ehrenamtliche Arbeit in den Zürcher Vereinen wieder attraktiver gemacht werden.

Nachwuchsschwinger schauen einer Übung zu
Legende: Fürs Schwingen interessieren sich genügend Kinder. Nur geeignete Trainer zu finden, damit haben die Vereine Mühe. Keystone

«Verband für Leibesübungen» – so hiess der Zürcher Kantonalverband für Sport, als er vor 75 Jahren gegründet wurde. Die Zahlen sind eindrücklich: 370'000 Menschen sind in einem der 2'300 Vereine im Kanton Zürich eingeschrieben. Die Vereine haben also kein Mitgliederproblem. Problematischer ist hingegen, dass immer weniger Vereinsmitglieder zur ehrenamtlichen Arbeit bereit sind, wie die neue ZKS-Geschäftsführerin Josy Beer vor den Medien ausführte: «Die Arbeitswelt ist zeitintensiv, die Familie fordert ebenfalls viel. Die fehlende Zeit geht zu Lasten des Engagements im Verein.» Auch die Arbeitgeber zeigten weniger Verständnis für die Arbeit im Verein.

Neue Modelle sollen Entlastung bringen

Josy Beer möchte mit neuen Modellen den veränderten Ansprüchen gerecht werden. Man müsse den Aufwand reduzieren und Co-Präsidiums- oder Co-Trainerstellen schaffen: «Mit solchen Jobsharing-Modellen können wir den Zeitaufwand für Interessierte minimieren.»

Die Sportvereine stehen strukturell vor einem Wandel. Allerdings, ist die ehemalige Spitzenhandballerin überzeugt, werde es den herkömmlichen Quartier- oder Dorfsportsverein weiterhin geben: «Je weiter die Globalisierung voranschreitet, desto mehr Verwurzelung im Club braucht es.»

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