Stadtrat: SVP und FDP blasen zur Offensive, die CVP wiegelt ab

Vor eineinhalb Monaten wurde der Alternative Richard Wolff in den Stadtrat Zürich gewählt - jetzt belegen bürgerliche Parteien noch zwei von neun Sitzen. Nun gehen diese in die Offensive: Für die Wahlen 2014 streben FDP und SVP eine Mehrheit im Stadtrat an. Der CVP geht das zu weit.

FDP-Fraktionschef Roger Tognella (links) und SVP-Präsident Roger Liebi an einer Medienkonferenz.

Bildlegende: Stadtzürcher Bürgerliche spannen zusammen: FDP-Fraktionschef Roger Tognella (links) und SVP-Präsident Roger Liebi. Keystone

Fünf Stadtratssitze sollen es im Februar 2014 werden, drei mehr als heute. Mit diesem ambitiösen Ziel steigen die bürgerlichen Parteien SVP und FDP in das Wahlkarussel für die Gesamterneuerungswahl des Stadtrats. Von der FDP haben bereits drei Personen angekündigt, dass sie kandidieren werden: Der bisherige Stadtrat Andres Türler, Nationalrat Filippo Leutenegger und die Schulpflegepräsidentin Vera Lang.

FDP und SVP sind zuversichtlich

«Bürgerliche und liberale Kräfte bündeln sich», sagt Roger Tognella. Drei zusätzliche Sitze zu den bestehenden zwei seien «ein Szenario, das man anstreben kann». Roger Liebi, Präsident der SVP in der Stadt Zürich, doppelt nach: Er ist zuversichtlich, dass die bürgerlichen Parteien die Gunst der linken Wähler gewinnen können. Nach der Wahl des alternativen Politikers Richard Wolff in den Stadtrat «gingen vielen Leuten die Augen auf, dass es so nicht weitergehen kann».

Die CVP ist skeptisch

Laut SVP und FDP steht auch die Juniorpartnerin CVP hinter dem hoch gesteckten Ziel. Markus Hungerbühler, CVP-Parteipräsident der Stadt Zürich, zeigte sich gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» hingegen skeptisch: Man habe Verständnis für die «bürgerliche Rückeroberung». Der CVP gehe das jedoch zu weit. Eine bürgerliche Mehrheit sei ein unrealistisches Ziel, so Hungerbühler.