Wahlen 2014: Bürgerlicher Zusammenschluss in Winterthur

SVP, FDP und CVP wollen bei den Gesamterneuerungswahlen endlich wieder eine bürgerliche Mehrheit im Stadtrat erreichen. Für dieses Ziel stehen sie zusammen und ziehen zum ersten Mal seit 10 Jahren wieder gemeinsam in einen Wahlkampf.

Blick auf die Winterthurer Altstadt

Bildlegende: Wer regiert Winterthur ab 2014? Die Bürgerlichen wollen die Mehrheit im Stadtrat erreichen. zvg/Kubli

Die drei Parteien FDP, SVP, CVP spannen für den Winterthurer Stadtratswahlkampf mit vier Wirtschaftsverbände zusammen. Als «Allianz starkes Winterthur» wollen sie eine bürgerliche Mehrheit im Winterthurer Stadtrat erreichen. Heute stellen FDP und CVP drei von sieben Stadträten, die SVP ist seit 2002 nicht mehr in der Stadtregierung vertreten.

Neben Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) und den beiden FDP-Stadtratsmitgliedern Barbara Günthard-Maier und Stefan Fritschi unterstützt die Allianz auch den Kandidaten der SVP, Josef Lisibach. Er sei ein Kandidat mit echten Wahlchancen, und inhaltlich sei man sich mit ihm ebenfalls einig, sagt FDP-Präsident Dieter Kläy.

«Frontalangriff» auf die Gesamtregierung

Eine bürgerliche Mehrheit im Winterthurer Stadtrat, das geht nicht nur auf Kosten eines linken Kandidaten oder einer linken Kandidatin, sondern vor allem auch gegen ein amtierendes Mitglied der Regierung. SP-Präsident Christoph Baumann spricht im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» darum von einem «herben Rückschlag», dass die amtierenden bürgerlichen Stadträte die Kollegialität aufs Spiel setzten - vor allem auch in dieser angespannten finanziellen Situation.

Die Grünliberalen als lachende dritte?

Wie schon in den Wahlen um die Zürcher Stadtratssitze fallen die Grünliberalen auch in Winterthur zwischen Stuhl und Bank. Ihr Kandidat ist weder in einem linken noch in einem bürgerlichen Wahlkampf-Bündnis vertreten. «Wir sind die einzige unabhängige Kandidatur. Diese Konstellation könnte unsere Position eher stärken», hofft Stadtratskandidat Beat Meier.