Stadtratswahlen Winterthur Was grün ist, soll grün bleiben

Die SP lässt dem Grünen Kandidaten den Vortritt: Die Parteileitung der SP Winterthur will ihre Kandidatin Christa Meier nicht in den zweiten Wahlgang schicken. Jürg Altwegg von den Grünen soll den dritten linken Stadtratssitz verteidigen.

Portrait des Grünen Stadtratskandidaten Jürg Altwegg

Bildlegende: Dank seines Überraschungserfolgs im ersten Wahlgang ist der Grüne Jürg Altwegg nun Kandidat aller linken Parteien. ZVG

Die Parteileitung und Christa Meier selber beantragen an der ausserordentlichen Mitgliederversammlung vom Mittwochabend, nicht zum zweiten Wahlgang anzutreten. Dieser Entschluss fiel am Dienstagabend nach intensiven Gesprächen mit den anderen Parteien.

Gegenüber dem «Regionaljournal» begründet Mattea Meyer, Co-Präsidentin der SP Winterthur, den Entscheid: «Die SP bekennt sich damit dazu, dass der Stadtratssitz der Grünen weiterhin in grüner Hand bleiben solle.» Das oberste Ziel der SP sei es, die fortschrittlichen Kräfte im Stadtrat zu stärken, so Meyer weiter.

Altwegg mit sehr viel Stimmen

Gemeinsam erhielten SP und Grüne im ersten Wahlgang am Sonntag rund 44 Prozent. Dabei holte Jürg Altwegg nur knapp 900 Stimmen weniger als Christa Meier.

Daniel Oswald (SVP) kam auf 28 Prozent, Michael Zeugin von der GLP auf 17 Prozent. Ob diese beiden im zweiten Wahlgang antreten, entscheiden ihre Parteien noch diese Woche.