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Weg mit dem Privileg Handarbeit soll nicht mehr im Gesetz verankert sein

Ein Mädchen fädelt einen Faden in eine Nähmaschine ein
Legende: Der Handarbeitsunterreicht verdient nach Meinung des Zürcher Kantonsrates keinen besonderen Schutz mehr. Keystone

Welches Fach in welchem Umfang unterrichtet wird, das entscheidet im Kanton Zürich in der Regel der Bildungsrat. Nicht so beim Handarbeits- und Werkunterricht. Dieser ist im Volksschulgesetz verankert. Dort ist genau festgelegt, in welcher Klasse wie viele Lektionen Handarbeit und Werken zu unterrichten sind.

Schutzwall gegen Abbau

Der Paragraf geht auf eine Volksinitiative zurück. Sie machte eine Sparmassnahme des Regierungsrates aus dem Jahr 2004 rückgängig. Im Hinblick auf die Einführung des Lehrplans 21 muss nun die Lektionentafel grundlegend überarbeitet werden. Gesetzlich verankerte Lektionen seien hier hinderlich, findet der Regierungsrat. Er will den Paragrafen deshalb ersatzlos streichen.

Die Zeiten ändern sich

Die Meinung der Regierung stösst im Parlament auf breite Zustimmung. Die Verankerung von Lektionen auf Gesetzesstufe sei systemfremd, argumentierte beispielsweise Anita Borer von der SVP. Gegen die Streichung des Paragrafen votierten nur die EDU und die Alternative Liste. Damit dürfte der Paragraf bei der Schlussabstimmung in vier Wochen aus dem Gesetz gestrichen werden.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Remo Zahn (Gallas)
    Tja wenn wunderts. Es gibt ja Leute die verlangen das man die Programmier-Sprache einführen soll. Für die Kinder mit handwerklichem Geschickt ein Schlag ins Gesicht. Nachher fluchen alle dann über die Qualität auf dem Bau, über die Jugend die nicht mehr richtig anpacken kann usw.. Ich hoffe es gibt noch genügend Personen die das auch so sehen und die gegen solche Ankündigungen kämpfen werden.
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  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    *satire /on* Handarbeit wird durch die Wahlfächer Emoji-Literatur oder Gebetsteppichknüpfen abgelöst *satire /off*
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  • Kommentar von Esther Siefert (E.S. (parteilos))
    Eigentlich schade aber auch nicht verwunderlich - das sind "Dinge" die man heutzutage nicht mehr zu können braucht - man kann ja alles, was man mal selber machen konnte, ganz einfach und billig kaufen - am besten aus China... Dasselbe mit Kochen - alles fix-fertig im Laden erhältlich. Sehr "Convenience". Aber wehe, es sollte uns mal wieder schlecht gehen und keiner weiss sich mehr selber zu helfen...
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