Weg vom Diesel, hin zum Strom

Die Zürcher Verkehrsbetriebe (VBZ) setzen auf Elektroenergie. Die lärmenden und stinkenden Dieselbusse sollen ersetzt werden und von Zürichs Strassen verschwinden. Bis in 14 Jahren wollen die VBZ ihre Flotte umgestellt haben.

Mit einem E-Bus durch die Quartiere von Zürich: Die Zürcher Verkehrsbetriebe setzen auf umweltfreundliche Energie. Ab Oktober 2016 wird in einem Testbetrieb ein E-Bus eingesetzt. Er verkehrt auf verschiedenen Linien durch die Quartiere, damit ganz unterschiedliche Strassenverhältnisse getestet werden können.

Bewährt sich der E-Bus, wollen die VBZ ab 2019 solche Busse in ihre Flotte aufnehmen. Zuerst würden die heutigen Klein- und Midibusse ersetzt, die noch mit Diesel betrieben werden. Bis in 14 Jahren sollen alle Dieselbusse ausgemustert sein.

Ein Bus wird mit einem Stromkabel aufgetankt.

Bildlegende: Die Elektrobusse sind batteriebetrieben und werden an Ladestationen aufgetankt. ZVG VBZ

Technologie der Zukunft

Die VBZ mache mit dem E-Bus keine Experimente und sie lasse sich auch nicht auf finanzielle Abenteuer ein, so der Zürcher Stadtrat Andres Türler: «Die VBZ setzen auf eine bewährte Technologie.»

Ziel sei es, emissionsarm durch Zürich zu fahren. Damit würden die VBZ einen wichtigen Beitrag leisten, um die energiepolitischen Ziele der Stadt Zürich zu erreichen.

Der gute alte Trolleybus fährt weiter

Trotz der Umstellung auf E-Busse bleiben die VBZ dem Trolleybus treu. Der Trolleybus sei auf ausgelasteten Linien wie beispielsweise zwischen Schlieren und Hegibachplatz sehr leistungsstark. Weil er kein Kohlenstoffdioxyd ausstösst, wird zurzeit intensiv an der Weiterentwicklung geforscht.

Die ETH Zürich und die Berner Fachhochschule bauen in Zusammenarbeit mit den VBZ einen Trolleybus mit Batteriebetrieb. Ziel ist es, dass dieser auch lange Strecken ohne Stromleitung fahren kann. Heute sind mit dieser Technologie nur kurze Strecken möglich.