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Zürich Schaffhausen Wegen Nahostkonflikt: Zürcher Juden fühlen sich bedroht

Die Eskalation im Nahostkonflikt zwischen Israel und den Palästinensern hat Auswirkungen bis in die Schweiz: Im Internet kursieren Gewaltaufrufe gegen Zürcher Juden. Diese fühlen sich bedroht. Die Polizei ermittelt.

Legende: Video Aufruf zur Gewalt gegen Schweizer Juden abspielen. Laufzeit 2:50 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 16.07.2014.

Die zahlreichen Aufrufe in den sozialen Medien wie Facebook gegen die jüdische Bevölkerung in Zürich sind deutlich: «Wir müssen die Juden ausrotten!» oder von einer «Übernahme des Judenquartiers» in Zürich ist die Rede. Jonathan Kreutner vom Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund erhielt deshalb in den letzten Tagen Dutzende Anrufe besorgter Juden. «Auch ich mache mir Sorgen», erklärt Kreutner gegenüber «Schweiz aktuell», «das nimmt eine Dimension an, die wir bis jetzt so in Zürich nicht kannten».

Eine Thora in Stein gehauen.
Legende: Von einer «Übernahme des Judenquartiers» ist in den Drohungen die Rede. Im Bild ein Ausschnitt einer Zürcher Synagoge. Keystone

Besorgt zeigt sich auch Martine Brunschwig Graf, Nationalrätin und Präsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus. Man dürfe die Juden in der Schweiz nicht mit der israelischen Politik im Nahost gleichsetzen. Ausserdem sei durch die sozialen Medien die Verbreitung von solchen Gewaltaufrufen viel einfacher und schneller: «Diese hemmungslosen Ausdrücke von Gewalt sind gravierend», so Brunschwig Graf.

Die Polizei ermittelt

Gemäss Informationen des Israelitischen Gemeindebundes kommen die Aufrufe zur Gewalt möglicherweise aus muslimischen Kreisen. Darüber zeigt sich die Vereinigung islamischer Organisationen in Zürich, VIOZ, schockiert. Sie teilt «Schweiz Aktuell» schriftlich mit: «Selbstverständlich sind diese Gewaltaufrufe nicht akzeptabel und aufs Schärfste zurückzuweisen.»

Auf den Plan gerufen ist auch die Stadtpolizei Zürich. Diese ermittelt nun und steht in engem Kontakt mit der jüdischen Bevölkerung.

(Schweiz Aktuell, 19 Uhr)

5 Kommentare

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  • Kommentar von Ursula Lörcher, Zürich
    Im Gazastreifen zu leben ist nicht einfach, vor allem wegen der dortigen Regierung. Kinder werden zum Hass und zum Töten von Juden erzogen. Und lange vor der jetzigen Eskalation sandte sie regelmässig tödliche Raketen nach südisrael. Durch diese ständige gefahr sind viele traumatisiert. Wer möchte sein Leben so gering geachtet sehen, grad gut genug als Schutzschild von Hamas Einrichtungen? So war meine Israelfahne eine PRovokation an ihrer Demo,inakzeptabel
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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Israel kann beruhigt sein, denn immer mehr Menschen durchschauen die Propaganda der palästinensischen Krieger. Die Sympathie für Israel wieder in den USA, Kanada, Indien, Russland und in fernöstlichen Staaten. Nur in Europa sinkt die Sympathie für Israel, und zwar in dem Masse, in dem der Antisemitismus steigt. Aber Europa wird langfristig muslimisch und wird daher immer unbedeutender. Irgendwann wird das palästinensische Volk erkennen, dass das Problem nicht Israel ist, sondern ihre Führer.
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  • Kommentar von Joëlle Major, Huenikon
    Diese leute, die Aussagen & Gewalt gegen die Juden ausrufen sollen strafrechtlich verfolge werden. Die Schweiz & zurich hat den Auftrag den Juden beizustehen & fuer sie aufzustehen. Wir stehen hinter euch & setzen uns ein! Wir muessen wirklich aus der Geschichte lernen & umkehren, eine Hilfe sein, speak out & act!
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