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Wegen Verschärfung Ein Drittel mehr Einbürgerungsgesuche im Kanton Zürich

Das kantonale Amt für Einbürgerungen versucht mit einer zusätzlichen Stelle den Ansturm zu bewältigen.

Legende: Video Ab 1. Januar strengere Richtlinien für Einbürgerungen abspielen. Laufzeit 2:15 Minuten.
Aus Tagesschau vom 28.12.2017.

Mit deutlich mehr Einbürgerungsgesuchen hatte das zuständige Amt im Kanton Zürich gerechnet. Denn ab dem 1. Januar 2018 gelten in der Schweiz strengere Richtlinien für Einbürgerungen. Konkret sind dann nur noch Personen berechtigt, ein Gesuch zu stellen, die bereits über eine Niederlassungsbewilligung der Kategorie C verfügen.

Verschärfungen auf mehreren Ebenen

Bisher konnten auch Ausländerinnen und Ausländer mit einer B- oder F-Bewilligung die Schweizer Staatsbürgerschaft beantragen, sofern sie die weiteren Bedingungen erfüllten.

Weitere Verschärfungen gibt es bei der Sozialhilfe und der Bewertung von Vorstrafen, erklärt Sarah Notter, Leiterin des Amts für Einbürgerungen des Kantons Zürich. «Dass es jetzt mehr Gesuche gibt, das ist normal», sagt die Amtschefin gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» von Radio SRF. Dass es aber ein Drittel mehr sind wie in anderen Jahren, das habe man nicht abschätzen können.

Die Bearbeitung der Gesuche wird etwas länger dauern.
Autor: Sarah NotterLeiterin Amt für Einbürgerungen Kanton Zürich

Um die vielen zusätzlichen Gesuche bearbeiten zu können, konnte Sarah Notter für zwei Jahre befristet eine zusätzliche Person einstellen. Trotzdem bräuchten die Gesuchsteller etwas mehr Geduld: «Jeder Gesuchsteller erhält aber von uns eine Eingangsbestätigung.» Und sämtliche Anträge, die bis zum 31.12.2017 beim kantonalen Amt für Einbürgerungen eintreffen, würden nach dem alten Recht behandelt.

Mehr Gesuche bedeuten nicht zwingend mehr Einbürgerungen

Ob es wegen der zusätzlichen Gesuche dann auch tatsächlich mehr Einbürgerungen geben wird, steht gemäss Sarah Notter noch nicht fest. Sie rechnet damit, dass es auch mehr ablehnende Entscheide geben wird.

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69 Kommentare

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  • Kommentar von Silvan Zellberger (vorwärtsstattstillstand)
    Ist ein Schweizer nur dann ein richtiger Schweizer, wenn die Vorfahren beim Rütli-Schwur dabei waren? Wie arrogant sind wir Schweizer doch nur geworden, wenn ich all die Kommentare hier lese...
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  • Kommentar von Niklaus Bächler (sensus communis)
    Manchmal frage ich mich,welches typische Schweizer Gen es in sich haben muss,wonach manche «Eidgenossen» glauben,nur sie hätten das Recht,sich richtige Schweizer zu nennen.Jeder, der sich einbürgert ist dann eben nur ein «Papierli-Schweizer» und in ihren Augen weniger wert. Ob solcher Arroganz kann man irgendwie nur staunen, denn jeder hat das Recht, sich einbürgern zu lassen & als vollwertig zu gelten,wenn er die Bedingungen erfüllt.Viele «echte CH» würden beim Test sang-&klanglos durchfallen!
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  • Kommentar von B. Lobermann (Weihnachtsfreude)
    Herr Bächler Sind sie ein echter, strammer Eidgenosse? Und wissen wenn Andersdenkede dies nicht sind? Können SIE das beweisen? Ihre «Argumente» sind einfach nur grenzwertig..
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