Wenig Betrieb bei Zürcher Mieterberatung für Hauskauf

Die Stadt Zürich betreibt seit einem Jahr die Beratungsstelle Aproprio als schweizweites Novum. 17 kaufwillige Mieter hat Aproprio in dieser Zeit beraten. Zum Kauf kam es aber nur in einem Fall. Trotzdem sieht sich die Beratungsstelle auf Kurs.

Eine Häuserzeile im Zürcher Seefeldquartier

Bildlegende: Solche Wohnhäuser im Zürcher Seefeldquartier sind beliebte Spekulationsobjekte. Keystone

Die städtische Beratungsstelle Aproprio berät Mietende, die gemeinsam ein Wohnhaus erwerben wollen. Im ersten Jahr hat Aproprio 17 Kaufinteressenten informiert. In einem Fall konnte die Mieterschaft ihr Wohnhaus als Genossenschaft erwerben. Die Genossenschafter suchten die Beratung vor allem dazu auf, weil sie letzte Zweifel ausräumen und den Kaufpreis festlegen wollten. Wie Aproprio mitteilt, wurde auch gemeinsam kalkuliert, welche Kosten für die Einzelnen anfallen und welche Rückstellungen gemacht werden müssen.

Beratungsstelle ist vorerst auf drei Jahre befristet

Mit der Zahl der Beratungen sei Aproprio auf Kurs, lautet ihre Bilanz. Betrieben wird die Stelle von der Stiftung PWG im Auftrag der Stadt Zürich. Sie richtet sich an Stadtbewohner, die eine Genossenschaft oder Miteigentum begründen wollen und keine kommerziellen Absichten verfolgen. Auch Eigentümer, die ihre Immobilie an die Mieter verkaufen wollen, können sich bei Aproprio informieren.

Die Beratungsstelle ist eine von 21 Massnahmen im Programm Wohnen des Stadtrats. Sie wird als Pilotbetrieb für die Dauer von drei Jahren mit insgesamt maximal 450'000 Franken unterstützt. Danach werden die Ergebnisse analysiert und über die definitive Einführung des Angebots entschieden.