Wenig Hoffnung auf mehr Industrieland im Kanton Schaffhausen

Die Schaffhauser Wirtschaftsförderung ist alarmiert: Weil kaum noch grosse, zusammenhängende Industrieflächen zur Verfügung stehen, werde es immer schwieriger, grössere Unternehmen anzulocken. Baudirektor Reto Dubach (FDP) sieht aber kaum Handlungsspielraum.

Luftaufnahme des Herblingertals in der Stadt Schaffhausen, einem der bedeutendsten Industrieareale des Kantons.

Bildlegende: Das Herblingertal in Schaffhausen gehört zu den bedeutendsten Industriegebieten im Kanton. Platz gibt es kaum noch. ZVG Reto Schlatter

«Schaffhausen geht das Industrieland aus», warnt der neue Schaffhauser Wirtschaftsförderer Christoph Schärrer. Konkret fehlten grosse, zusammenhängende Flächen, führte Schärrer aus. Wegen des Mangels ging der Schaffhauser Wirtschaftsförderung im vergangenen Jahr ein Mega-Deal durch die Lappen. Das Problem ist dem zuständigen Regierungsrat, Baudirektor Reto Dubach, bekannt. Auf Anfrage von Radio SRF dämpft er aber die Erwartungen.

Das Raumplanungsgesetz lasse kaum Möglichkeiten zu. Mehr Industrieland gäbe es nur gegen Abgabe von anderem Bauland, sagt der FDP-Regierungsrat. Neu-Einzonung sind nicht möglich, weil der Kanton Schaffhausen bereits über zu viel Bauland verfügt.

Der eine «grosse Fang» nicht als oberstes Ziel

Die Frage deshalb ganz direkt an den Baudirektor: Wo hätte es denn überhaupt noch Platz für eine grosse Fabrik? Seine Antwort: «Da möchte ich mich jetzt nicht auf die Äste rauslassen.» Für die Entwicklung einer Region brauche es ja nicht zwingend die eine grosse Firmenansiedlung. «Vielleicht ist es auch nachhaltiger, wenn die neuen Unternehmen über eine Dimension verfügen, die wir sowieso aufnehmen können.»