Weniger Arbeit für Pfarrer Siebers Sozialwerke

In den vielen niederschwelligen Einrichtungen der Sozialwerke Pfarrer Sieber sind 2013 weniger Personen betreut worden. Zum einen fehlt es an Mitarbeitern, zum anderen hat sich auch die Szene verändert.

Pfarrer Ernst Sieber mittendrin beim traditionellen Weihnachtsfest fuer Bedürftige des Hotel Mariott und der Stiftung Sozialwerke Ernst Sieber

Bildlegende: Unermüdlich setzt sich Pfarrer Sieber für die Ärmsten ein. Keystone

Ob Brot-Egge, Pfuus-Bus, Sunne-Egge oder Sunnedörfli: In allen Einrichtungen der Sozialwerke Pfarrer Sieber wurden 2013 weniger Menschen beraten, aufgenommen, verpflegt oder verarztet. Dies belegen die Zahlen des Jahresberichts.

Die Gründe dafür seien vielfältig, sagt Sprecher Walter von Arburg auf Anfrage von Radio SRF: «Zum Teil ist es schwierig, die richtigen Mitarbeiter zu finden». Wenn diese aber fehlten, könnten auch weniger Beratungen durchgeführt werden.

In anderen Einrichtungen wie dem «Pfuus-Bus» sei es zu Konflikten zwischen einheimischen Randständigen und europäischen Wanderarbeitern gekommen. Die einheimischen Bedürftigen seien daraufhin der Einrichtung ferngeblieben. Mit der Eröffnung einer eigenen Notschlafstelle für die Wanderarbeiter habe man das Problem aber entschärfen können.

Generell würden alle Angebote laufend auf ihre Tauglichkeit überprüft und allenfalls angepasst. Konsequenzen für die Mitarbeiter habe dies nicht, betonte von Arburg: «Entlassungen sind kein Thema.»