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Weniger Fälle aufgedeckt Zürcher SVA kämpft mit Wegfall der IV-Detektive

Die Sozialversicherungsanstalt hat zwar viel mehr Verdachtsfälle untersucht, aber nur wenige liessen sich erhärten.

700 Meldungen wegen Betrugsverdachts hat die Sozialversicherungsanstalt SVA des Kantons Zürich letztes Jahr erhalten. Das sind 43 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Rund die Hälfte davon seien Hinweise aus der Bevölkerung, sagt Daniela Aloisi, Sprecherin der SVA: «Wir spüren, wenn ein Thema in den Medien mehr präsent ist. Dann erhalten wir sofort mehr Meldungen.»

Jedem Hinweis werde nachgegangen. Das bedeutet zum Beispiel, bei den Betroffenen nachfragen oder Akten studieren. Und bis letzten August wurden, bei einem starken Verdacht, Detektive eingesetzt, um die Leute zu überwachen. Seit einem Bundesgerichtsurteil sind diese Überwachungen aber nicht mehr erlaubt.

Ohne diese Überwachungsmöglichkeit decke die SVA klar weniger Fälle auf, sagt Aloisi: «Der Wegfall der Möglichkeit der Observation ist einschneidend für die Missbrauchsbekämpfung.»

Wir haben über elf Millionen weniger Ermittlungserfolg.
Autor: Daniela AloisiSprecherin SVA

Auf Bundesebene ist eine Anpassung der gesetzlichen Grundlage vorgesehen, welche den Einsatz der IV-Detektive regelt und erlaubt.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Matthias Niederhauser (niederhauser)
    Jeder sollte sich einmal fragen ob auch das Finanzamt einen Privatschnüffler auf einen selbst ansetzen können dürfte um einem Hinweis nachzugehen. Selbst mit Detektiven werden Sie aber nie alle Übeltäter finden. Die Frage sollte immer auch sein wie viele Unbescholtene man mit solchen Massnahmen trifft. Diese Zahl bleibt Ihr Artikel schuldig, der anscheinend hauptsächlich suggerieren soll, dass durch den Verzicht auf Detektive so viel Geld verloren ginge (Aber auch ohne könnten R. gestr. werden).
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    1. Antwort von Helmut Meier (Helmi)
      niederhauser: jetzt trifft es genau die "unschuldigen" und die organisierten Schmarotzerbanden kosten uns Millionen.
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    2. Antwort von Matthias Niederhauser (niederhauser)
      Herr Meier, inwieweit werden Unschuldige gerade jetzt (ohne Detektive) besonders getroffen? Woher nehmen Sie die Information organisierte Schmarotzerbanden würden hier wüten? Es ist übrigens eine falsche Annahme, dass ein derartiger Betrug nur mittels Detektiven aufgeklärt werden könnte. Bei der IV muss kein absoluter Beweis erbracht werden, eine überwiegende Wahrscheinlichkeit genügt. Die SVA hätte genug Möglichkeiten, man muss nicht die Einfachste mit den grössten Nebenwirkungen wählen.
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  • Kommentar von Beat Gurzeler (B.Gurzeler, alias Rollstuhlrocker)
    Ich weiss nicht was das Gejammer soll, jetzt ist ja im Moment alles in Butter, schon wieder jammern auf Vorrat.
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