Weniger Geld für Zürcher Sonderschüler

Auffällige Schülerinnen und Schüler mit einer Behinderung gehen im Kanton Zürich zusammen mit allen anderen Kindern in die normalen Klassen. Sie erhalten dafür Unterstützung. Die Kosten für diese Massnahmen wurden am Montag vom Zürcher Kantonsparlament um eine Million Franken gekürzt.

Schultornister vor einem Zürcher Klassenzimmer.

Bildlegende: Gaben schon länger zu reden: Die Kosten für Sonderschulmassnahmen. Keystone

Während Jahren ist die Zahl der sogenannten «Sonderschüler» im Kanton Zürich stetig gestiegen. 2012 wurde der Höchststand erreicht (5011). Seit 2013 geht diese Zahl allmählich zurück. Trotzdem stehen die Kosten für die verschiedenen sonderschulischen Massnahmen stark in der Kritik.

Anita Borer von der SVP erklärte, die Kosten würden sich ganz einfach senken lassen - indem man weniger Schülerinnen und Schüler zu Sonderschülern mache: «Die Anordnung sonderschulischer Massnahmen muss verringert werden.» Auch die FDP war der Meinung, dass die hohe Zahl der Sonderschüler etwas «mit der Mentalität der Zuweisenden» zu tun hat.

Gemeinden sollen zurückhaltender sein

Judith Stofer von der Alternativen Liste wies darauf hin, dass es an den Gemeinden sei, die Kosten zu senken: "Die Gemeinden verordnen sonderpädagogische Massnahmen, also hätten es die Gemeinden auch in der Hand, hier zurückhaltender zu sein."

Ausserdem gebe es schon verschiedene Massnahmen, die auch zu einer Kostenreduktion geführt hätten, hiess es auf der linken Ratsseite weiter.

Trotzdem kürzte schlussendlich eine Mehrheit aus SVP, FDP, BDP und EDU das Budget für sonderschulische Massnahmen um eine weitere Million Franken.