Weniger Gewinn bei der ZKB

Mit 744 Millionen Franken erzielte die Zürcher Kantonalbank (ZKB) im vergangenen Geschäftsjahr 3,3 Prozent weniger Gewinn. Gut die Hälfte davon erhalten Kanton und Gemeinden. Noch offen ist, ob die ZKB im Streit mit den amerikanischen Steuerbehörden eine Busse kassiert.

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ZKB: Zufrieden mit dem Geschäftsjahr

3:02 min, aus Tagesschau am Mittag vom 8.2.2013

Es war kein einfaches Geschäftsjahr für die ZKB. Die Zinsen sind immer noch im Rekordtief, die Konjunktur ist noch schwach, Kunden und Kundinnen sind sehr zurückhaltend, wenn es darum geht, Gelder anzulegen. ZKB-CEO Martin Scholl: «Unser Gewinn ist stabil. Gemessen am Umfeld ist das ein gutes Resultat.»

CEO der Zürcher Kantonalbank Martin Scholl am Rednerpult.

Bildlegende: CEO Martin Scholl: «Ich bin zufrieden.» Keystone

Über die Hälfte des Ertrags holte die ZKB mit dem Zinsgeschäft. Das heisst: Sie zahlt für die Sparkonti weniger Zins als sie bei Krediten und Hypotheken verlangt. Bei den Hypotheken fällt auf: die Zürcher Kantonalbank konnte 2012 erneut neue Kunden ins Boot holen. Gut die Hälfte des Gewinns geht an die öffentliche Hand: Die Zürcher Gemeinden erhalten 110 Millionen Franken, der Kanton bekommt - inklusive Abgeltung für das sogenannte Dotationskapital - 264 Millionen Franken.

Streit mit Steuerbehörden noch offen

Noch nicht entschieden ist, ob die ZKB von den amerikanischen Steuerbehörden zur Kasse gebeten wird. Zur Zeit wird untersucht, ob die Zürcher Kantonalbank Amerikanern geholfen hat, Geld vor dem amerikanischen Fiskus zu verstecken.

Die Zürcher Kantonalbank will bekanntlich mehr Dotationskapital. Sie möchte sich damit mehr Spielraum verschaffen, auch für Geschäfte über die Region hinaus. «Das macht Sinn für die ZKB und auch für die Kundschaft», sagt Martin Scholl. Seine Prognose für 2013 ist eher verhalten: «Die Erträge wachsen nicht in den Himmel. Regulierung hat ihren Preis.»