Wenn das Herz rast und der Atem stockt

Wie entsteht Angst, wie reagieren Mensch und Tiere auf Ängste und wie kann sie überwunden werden? Die Ausstellung «Keine Panik! Tierisch Angst im Gehirn» des Zoologischen Museums der Universität Zürich geht diesen Fragen nach.

Die Ausstellung «Keine Panik» entstand gemeinsam mit der Universität Genf im Rahmen des aktuellen europäischen Jahrs des Gehirns. Denn dort, im Gehirn, entsteht Angst, wie Kuratorin Isabel Klusmann am Montag vor den Medien sagte.

Angst entsteht im Kopf und manifestiert sich im Körper

Die Ausstellung ist fast ausnahmslos in schwarz-weiss gehalten, und die Illustrationen erinnern an Comicfiguren. Die Informationstafeln sind dreisprachig - französisch, deutsch, englisch. Interaktive Stationen machen viele Vorgänge auch für grössere Kinder und Jugendliche verständlich.

Zu Beginn der Ausstellung wird dargestellt, welche Hirnregionen bei der Entstehung von Angst welche Rolle spielen. Dann folgen die Körperreaktionen: Aus farbig beleuchteten Säcken brummt und gurgelt, pulsiert und knackt es: Magen, Darm, Rachen, Mund, Herz, Lunge und Blutgefässe arbeiten auf Hochtouren. Alles hat seine Funktion.

Die «Angst vor der Angst»

Werden Ängste übermächtig, spricht man von einer Angststörung. Um eine solche Störung zu entwickeln, brauche es verschiedene Faktoren, führte Michael Rufer aus, Psychiater an Unispital und Uni Zürich: Chronischen Stress, eine genetisch angelegte Verletzlichkeit und einen Auslöser. Vierte «ganz wichtige» Komponente ist dann das sorgfältige Vermeiden der jeweiligen Angst einflössenden Situation.

So entwickle sich eine «Angst vor der Angst», und es könne kein «korrigierendes Erlebnis» erfolgen, so Rufer. Auch diesem Kapitel ist ein Abschnitt der Ausstellung gewidmet.