Wenn der Geist von Robin Hood um die Kyburg weht

Musik aus acht Jahrhunderten - von neapolitanischer Volksmusik über Flamenco bis zur Barockmusik. Die Kyburgiade steht dieses Jahr unter dem Motte «Klassik und Seitensprünge». Die Schwierigkeiten nach dem Absprung des Hauptsponsors sind vom Tisch.

Die Kyburg von aussen im Dämmerlicht.

Bildlegende: So alt wie die Burg selbst: an der Kyburgiade spielt die Early Folk Band Musik aus dem 13. Jahrhundert. zvg

Seit 21 Jahren wird die Kyburg in der Nähe von Winterthur zur Konzert-Freilichtbühne. «Das Spezielle dieses Jahr ist die Musik der Early Folk Band», sagt Stephan Goerner, künstlerischer Leiter der Kyburgiade gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Sie spielt Musik aus dem 13. Jahrhundert - zur der Zeit wurde auch die Kyburg gebaut. «Das bringt Ambiente - und man spürt förmlich, wie Robin Hood um dieses Schloss hätte herumrennen können.»

Stephan Goerner tritt auch selbst auf an der Kyburgiade - als Cellist im Streichquartett, das Mozarts Requiem spielt. Keine leichte Kost, gibt Stephan Goerner zu, aber intensive, lohnenswerte. «Wenn man das Requiem ohne Gesang spielt, dann spürt man die Leidenschaft, die Liebe, Vergebung und Friede.»

Das Festival ist gesichert

Die Konzerte der Kyburgiade sind jeweils ausverkauft. Deshalb hat es das Festival auch gut verkraftet, dass vor drei Jahren die ZKB als Hauptsponsor abgesprungen ist. «Dank der ausverkauften Konzerte haben wir Geld, auf das wir bauen können», sagt Stephan Goerner. Zudem werde die Kyburgiade von zwei Gönner-Familien grosszügig unterstützt. Deshalb ist Stephan Goerner überzeugt: «Die Kyburgiade ist sehr sicher.»