Wenn die Hexe das Tonhalle-Orchester verzaubert

Howard Griffith hat schon immer leidenschaftlich gerne Konzerte für Kinder geleitet. Nun ist er einen Schritt weitergegangen und hat eine eigene Geschichte geschrieben. Der junge Zürcher Komponist Fabian Künzli hat sie vertont. «Die Hexe und der Maestro» ist ein bezauberndes Kinderbuch samt CD.

Der Maestro und die Hexe - mit Geige.

Bildlegende: Ein spezielles Duo: der Maestro und die Hexe verzaubern Kinder und Orchester. zvg

Eltern, die mit ihren Kindern klassische Musik hören, kennen sicher «Peter und der Wolf» oder den «Karneval der Tiere». Viel mehr hat die musikalische Kinderliteratur aber nicht zu bieten. Umso erfreulicher ist es, dass zwei Zürcher jetzt ein neues Stück vorlegen.

Der Dirigent Howard Griffith hat die Geschichte «Die Hexe und der Maestro» geschrieben, und der Komponist Fabian Künzli hat sie vertont. «Die Hexe und der Maestro» gibt es als Bilderbuch samt CD, und am Pfingstsonntag wird das Stück in der Zürcher Tonhalle als Schweizer Première aufgeführt.

Eine singende Säge für die Hexe

«Fabian Künzli hat eine grossartige Partitur geschrieben», sagt Howard Griffith. «Für die Hexe zum Beispiel benutzt er eine Säge, das gibt eine ganz eigenartige Stimmung.» Howard Griffith war es wichtig, dass zuerst das ganze Orchester vorgestellt wird. So kommt jede Instrumentengruppe zu einem Solo. Die Streicher legen einen rasanten Pizzicato Auftritt hin, die Blechbläser pusten und blasen durch ihre Mundstücke.

«Für mich war es immer wichtig, Kinderkonzerte zu machen und die ersten Keime zu setzen», erzählt Howard Griffith. Er habe sich lange überlegt, wie er seine musikalische Arbeit in Buchform bringen könne. An einem freien Tag während einer Tournee habe er dann die Geschichte von der Hexe in ganz kurzer Zeit aufgeschrieben.

Das Buch ist im HUG Verlag Zürich erschienen, und die Schweizer Erstaufführung ist am 19. Mai in der Zürcher Tonhalle.

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