Buschmücken-Monitoring Wenn fiese Mücken als blinde Passagiere nach Zürich kommen

Sie kommen mit dem Bus und sie bleiben: Die asiatische Buschmücke und die Tigermücke breiten sich im Kanton Zürich aus. Doch wie genau und wie verbreitet sind sie bereits? Das will der Kanton Zürich genauer untersuchen. Denn die neuen Mücken sind fieser als unsere Gemeinen Steckmücken.

Die Asiatische Buschmücke und die Tigermücke stechen nicht nur häufiger, ihre Stiche sind auch unangenehmer als diejenige der heimischen «Gemeinen Hausmücke».

Drei Mücken, links und in der Mitte schwar mit weissen Streifen, rechts eine heimische Stechmücke.

Bildlegende: Sie sehen auch fies aus: Links die Buschmücke, in der Mitte die Tigermücke und rechts die heimische Stechmücke. zvg/AWEL

Aber: «Noch weiss man wenig über die Verbreitung und das Verhalten der Mücken», schreibt der Kanton in einer Mitteilung. Er lanciert deshalb ein «Monitoring».

«  Wir überwachen den Carparkplatz, weil die Mücken als blinde Passagiere aus dem Süden einreisen. »

Daniel Fischer
Leiter Biosicherheit Kanton Zürich

Spezialisten des AWEL (Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft) werden den Carpark in der Stadt Zürich beobachten und Fallen aufstellen. Denn Tigermücken sind auf der Alpennordseite noch selten. Wenn sie kommen, dann als blinde Passagiere in Bussen aus dem Süden.

Auch die Bevölkerung soll mit anpacken

In den Gemeinden Dietikon, Aeugst am Albis und Bubikon werden ebenfalls Fallen aufgestellt und die Mückenlarven beobachtet. Ausserdem soll die Bevölkerung mithelfen, die Mücken loszuwerden.

In Schlieren, Hausen am Albis und Dürnten wird ebenfalls überwacht, aber ohne Bekämpfung. Im Herbst werden dann die Resultate verglichen.