«Wenn ich mit der Tochter in China telefoniere, fliessen Tränen»

Aboureimcan Tümür ist ein Uigure aus China. Weil er sich politisch engagierte, musste er vor zwölf Jahren fliehen. Seither lebt er in Zürich. Seit dem Selbstmordanschlag von zwei Uiguren Ende Oktober in Peking ist das Schicksal der Uiguren wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt.

In Zürich arbeitet Aboureimcan Tümür als Serviceangestellter in einem Restaurant. Zusammen mit seiner Frau und dem vier Monate alten Sohn wohnt er in einem kleinen Zimmer beim Triemli-Spital. Seine heute 16jährige Tochter musste er in China zurücklassen. «Wenn wir über den Computer miteinander telefonieren, sprechen wir kaum - wir weinen nur», erzählt er gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Seine zwei grössten Wünsche: Den Schweizer Pass erhalten. Der würde ihm vielleicht ermöglichen, zu seiner Tochter zu reisen. Und: eine etwas grössere Wohnung für seine Familie in Zürich.