Schwingen als Integration Wenn Mohamed den «Brienzer» und den «Wyberhaagge» lernt

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Schwingen mit Flüchtlingen in Schaffhausen

0:44 min, vom 23.5.2017

Schwingen, Jassen, Alphornblasen, das ist nicht nur etwas für eingeborene Schweizer, findet das Hilfswerk der evangelischen Kirchen HEKS. Es sieht in diesen Traditionen eine Möglichkeit, dass sich Flüchtlinge und Einheimische kennen lernen. «Solche Begegnungen machen das Zusammenleben viel einfacher», ist Dieter Wüthrich vom HEKS überzeugt.

Im Schwingkeller auf dem Schaffhauser Emmersberg kam es am Montagabend deshalb zu einer besonderen Begegnung. Unter Anleitung des zweifachen Schwingerkönigs Ernst Schläpfer trafen fünf Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und Somalia auf die Schweizer Schwinger. Mit im Sägemehl auch BDP-Nationalrat und Parteipräsident Martin Landolt.

«  Integration ist keine Einbahnstrasse - es braucht dafür beide Seiten. »

Martin Landolt
Nationalrat und Parteipräsident der BDP

In Mohamed aus Afghanistan fand der Nationalrat seinen Meister. Martin Landolt hat sich für die Aktion des HEKS gerne zur Verfügung gestellt: «Sie zeigt auf, wie Integration auch stattfinden kann oder sogar sollte.»

Und auch Ernst Schläpfer glaubt an die Integrationskraft des Sportes und ist überzeugt, dass die meisten Schwingclubs bei solchen Aktionen mitmachen würden.

Ernst Schläpfer weist den Flüchtlingen den Weg ins Sägemehl.

Bildlegende: Der zweifache Schwingerkönig Ernst Schläpfer (l.) fordert von den Flüchtlingen vollen Einsatz. SRF

Das Schwingtraining mit den Flüchtlingen fand statt im Rahmen der HEKS-Kampagne «Farbe bekennen für eine menschliche Schweiz». Zum Abschluss dieser Veranstaltungsreihe findet dann am 17. Juni auf dem Bahnhofplatz in Bern ein Älplerfest statt.

Dort werden Flüchtlinge unter anderem mitschwingen und das bei Ernst Schläpfer erlernte Können anwenden. Ausserdem spielen sie Alphorn und jodeln.

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