Beschwerdestelle Winterthur Wenn nur noch das schärfste Mittel hilft

Die Ombudsstelle Winterthur ist auch im vergangenen Jahr rege genutzt worden. Knapp 200 Personen suchten Hilfe. Die meisten Fälle konnten durch Vermittlung erledigt werden. Nur in einem Fall war das schärfste Mittel, die schriftliche Empfehlung, nötig.

Ein offenes Durchgang in ein altes Gebäude

Bildlegende: Der Eingang zur Ombudsstelle Winterthur an der Marktgasse. zvg Stadt Winterthur

Die meisten Beschwerden, die bei der Ombudsfrau Viviane Sobotich, eingegangen sind, betrafen das Departement Soziales, gefolgt vom Departement Schule und Sport und dem Departement Sicherheit und Umwelt. Insgesamt musste Viviane Sobotich im vergangenen Jahr 191 Beschwerden behandeln. Das ist ein Fall weniger als 2015.

Wie Vivane Sobotich in der Bilanz aufzeigt, konnten die meisten Beschwerden, nämlich 183, durch Vermittlung gelöst werden. Zwölf Fälle wurden zurückgezogen, acht Fälle waren Ende Jahr noch pendent. In einem Fall jedoch wirkte die Vermittlung nicht, die Ombudsfrau musste zu dem schärfsten Mittel greifen, einer schriftlichen Empfehlung.

Besonderes Augenmerk: Beschwerden rund um die Schule

Im schwierigsten Fall ging es um eine Klage aus dem Bereich Schule. Ein Lehrer beschwerte sich bei der Ombudsstelle, weil er nach der Kündigung von der Kreisschulpflege kein faires Arbeitszeugnis erhalten hat. Dies, nachdem er sich 20 Jahre für die Schule engagiert hatte und erst nach einem Streit mit seinem Vorgesetzten die Kündigung eingereicht hatte. Die Vermittlung scheiterte, erst durch die schriftliche Empfehlung der Ombudsfrau Viviane Sobotich und durch einen Rekurs bei der Bildungsdirektion erhielt der Lehrer ein faires Zeugnis.