Wenn's einem nicht mehr wohl ist in der Haut

Vor 100 Jahren wurde das Dermatologische Ambulatorium der Stadt Zürich eröffnet. Weil sexuell übertragbare Krankheiten und Hauterkrankungen weiter zunehmen, ist es auch heute so gefragt wie einst.

Die Angst vor einer Ausbreitung von Geschlechtskrankheiten war es, die 1913 zur Gründung der Poliklinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten am Triemlispital führte. Von Anfang an wurde die Klinik auch von Taglöhnern und Prostituierten besucht, die sich nicht ins Kantonsspital am edlen Zürichberg trauten.

Heute ist das Dermatologische Ambulatorium ein Kompetenzzentrum, das jedes Jahr 15'000 Personen behandelt. Ein Fünftel der Konsultationen betrifft sexuell übertragbare Krankheiten. Ausserdem werden Hautkrankheiten jeglicher Art behandelt, zum Beispiel Hauttumore und Allergien, die heute immer häufiger vorkommen.

Offen für alle

«Die offene Sprechstunde und die Nähe zur Bevölkerung machen das Dermi auch heute zu einer wichtigen Anlaufstelle für Menschen aus allen sozialen Schichten», sagt Leiter Stephan Lautenschlager. Dies soll auch so bleiben, wenn die Klinik im Jahr 2020 ihren neuen Standort im Triemlispital bezieht.

Das Ambulatorium brauche es nötiger denn je, sagt Lautenschlager gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». In den letzten Jahren haben die Geschlechtskrankheiten in der Schweiz wieder zugenommen.

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