Wie Holz klingt und Sauborsten riechen

Das Gewerbemuseum Winterthur ist die reinste Wunderkammer an Materialien. Vom Backstein bis zum feinsten Seidenfaden - alles liegt bereit. Anfassen ist nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. Am Samstag eröffnet das neu eingerichtete Material-Archiv mit seinen tausend Mustern.

Man könnte stundenlang im neu konzipierten Materialarchiv umherwandeln und eine Schublade nach der anderen öffnen. Jede fördert etwas anderes zutage: Von der Pfauenfeder über Keramikschälchen bis zum Goldklumpen.

Für alle dieser rund tausend Materialien gilt: Anfassen ist nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. Und dazu gibt es die passenden Informationen. Mario Pellin, Mitgründer des Materialarchivs: «Die Besucher können hier einfach stöbern und verweilen. Sie haben aber auch die Möglichkeit, gezielt zu einem Gegenstand zu recherchieren.»

Latex und Xylofone aus Glas

Das Material-Archiv, das am Samstag wiedereröffnet wird, ist quasi Ausstellung, Arbeitsraum und Forschungslabor in einem. Es soll für Schulklassen ebenso etwas bieten wie für Fachleute.

Beispielsweise können die Besucher an mehreren Stationen selber mit den Stoffen experimentieren: Gerüche erraten, die sich unter Käseglocken verbergen, oder die Unterschiede heraushören, während man auf Xylofonen aus verschiedenen Materialien spielt.

(sted; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)