Wieder keine spektakulären Jumps auf der Landiwiese

Zum zweiten Mal hintereinander findet «freestyle.ch» nicht statt. Die Organisatoren geben der Stadt Zürich die Schuld dafür und drohen, nach Bern abzuwandern. Die Stadt weist die Schuld von sich.

Schanze mit Snowboarder

Bildlegende: Fertig mit spektakulären Sprüngen? «freestyle.ch» überlegt einen Umzug nach Bern. Keystone

Auf spektakuläre Sprünge mit Ski oder Snowboards hoch über der Landiwiese müssen Freestyle-Liebhaber weiterhin warten. Nachdem die Veranstaltung schon letztes Jahr nicht stattfand, wird sie auch 2016 aussetzen. Und dies, obwohl die Veranstalter dieses Jahr sogar mit einem olympischen «Big Air»-Weltcupwettkampf auftrumpfen wollten.

Langsame Stadt Zürich?

Die dafür notwendige Sprungrampe hätte noch grösser werden sollen als bisher, darum dauerten die Verhandlungen mit der Stadt Zürich auch länger als üblich. Zu lang, kritisiert Projektleiter Neil Morgan die Stadt Zürich: «Wir haben beinahe drei Monate auf eine Antwort warten müssen – und diese war nicht sehr positiv.»

Es habe einen guten Grund, dass die Bewilligung lange auf sich warten liess, sagt der zuständige Stadtrat Filippo Leutenegger (FDP): «Direkt am Seeufer etwas zu realisieren ist sehr heikel, die Schutzbestimmungen sind dort scharf. Kanton und Bund überwachen diese ebenfalls, wir können da nicht machen, was wir wollen.»

Abwandern nach Bern?

Die Organisatoren überlegen sich nun, mit «freestyle.ch» nach Bern zu ziehen. «Bern ist attraktiv, es sieht etwas nach Bern aus», sagt Neil Morgan. Andererseits müsse man sich das wirklich gut überlegen, die Veranstaltung habe in Zürich eine lange Tradition. Im Herbst wollen die Organisatoren sich entscheiden.