Wieviel Geld soll die Stadt Zürich für Veloverkehr ausgeben?

200, 120 oder 0 Millionen Franken stehen zur Debatte. Die Velo-Initiative verlangt einen Rahmenkredit von 200 Millionen. Damit sollen in den nächsten 20 Jahre sichere Velorouten durch die Stadt erstellt werden. Der Gemeinderat finden 120 Millionen ausreichend. FDP und SVP sagen zu beidem Nein.

Die drei Männer stehen am Verkehrskonten Bahnhofplatz, im Hintergrund der Zürcher Hauptbahnhof.

Bildlegende: Mauro Tuena (SVP), Stadtrat Filippo Leutenegger und Dave Durner (Pro Velo) (v.l) streiten über die Zürcher Velozukunft. SRF

Zürich muss für Velofahrerinnen und Velofahrer sicherer werden, findet «Pro Velo», die Lobby-Organisation für das Fahrrad. Ihre Initiative verlangt einen Rahmenkredit in der Höhe von 200 Millionen Franken. Damit soll in den nächsten 20 Jahren in Zürich ein flächendeckendes Netz von sicheren Velorouten erstellt werden.

Zu viel – zu beschränkt

Dem Stadtrat ist diese Forderung zu eng und der Betrag zu hoch. Er machte dem Gemeinderat deshalb einen Gegenvorschlag. Dieser will für den Veloverkehr in den nächsten 20 Jahren 120 Millionen Franken reservieren. Damit sollen nicht nur Velorouten erstellt oder sicherer gemacht werden. Das Geld soll auch für andere Veloinfrastruktur wie Abstellplätze oder Velostationen verwendet werden. Die Mehrheit des Gemeinderates unterstützt diesen Gegenvorschlag.

Die Empfehlung der Parteien

FDP und SVP sind der Meinung, dass sich die Stadt diese Beträge zur Zeit nicht leisten kann. Sie verweisen auf die Defizite, die der Stadt in ein paar Jahren drohen und empfehlen für die Abstimmung am 14. Juni ein doppeltes Nein. SP und Grüne, die im Gemeinderat in der Minderheit blieben, unterstützen dagegen beide Vorlagen und empfehlen bei der Stichfrage, die Initiative zu unterstützen.

«Volksinitiative für sichere und durchgängige Velorouten»

Partei
Velo-Initiative
Gegenvorschlag
des Gemeinderates
Stichfrage
SPJaJaVolksinitiative
SVPNeinNeinGegenvorschlag
FDPNeinNeinGegenvorschlag
GrüneJaJaVolksinitiative
GLPJaJaGegenvorschlag
CVPNeinStimmfreigabeGegenvorschlag
ALJaStimmfreigabeVolksinitiative

(seib; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)