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Zürich Schaffhausen Wind genug, aber kaum Platz für Windpärke im Kanton Zürich

Zürich ist kein windstiller Kanton: Auf Hügeln und Höhenzügen liesse sich durchaus Windenergie gewinnen. Zu diesem Schluss kommt eine Windpotenzialstudie, welche die kantonale Baudirektion in Auftrag gegeben hat. Bei der Abteilung Energie des Kantons relativiert man die Ergebnisse allerdings stark.

Vier Windturbinen auf einem Jurahügel, im Vordergrund ein Pferd auf der Weide
Legende: Windpark im Kanton Jura - Vorbild für den Kanton Zürich? Keystone

Gemäss der Windpotenzialstudie liessen sich bis zu 20 Prozent des kantonalen Energiebedarfs mit Windturbinen abdecken – jedenfalls theoretisch. In der Praxis gibt es zahlreiche Einschränkungen, welche die Standortauswahl für Windpärke im Kanton Zürich einengen.

Dazu gehören Naturschutzgebiete, Anflugschneisen und Sicherheitszonen rund um den Flughafen, zivile und militärische Radaranlagen, die nicht gestört werden dürfen, sowie die Lärmschutzverordnung, die einen Mindestabstand von 700 Metern zwischen Wohnhäusern und Windturbinen verlangt.

Keine verlässliche Energiequelle

Als mögliche Standorte für grössere Windpärke bleiben unter dem Strich nur der Cholfirst und einige wenige Kuppen im Zürcher Oberland. Doch selbst wenn dort der Wind genug stark blase, sei der Wind dennoch keine zuverlässige Energiequelle, sagt Hansruedi Kunz, Leiter der Abteilung Energie des Kantons Zürich, gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Und bilanziert: «Windturbinen im Kanton Zürich werden 85 Prozent der Zeit stillstehen. Das ist kein namhafter Beitrag zur Versorgungssicherheit.»

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