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Zürich Schaffhausen Winterthur: besserer Schutz für alte Häuser

Die Stadt Winterthur will in Zukunft ihre alten, denkmalgeschützten Häuser besser kontrollieren und so besser schützen. Im Fall eines 175 Jahre alten Hauses verfügte das Verwaltungsgericht nach jahrelangem Rechtsstreit den Abriss. Das Haus war bereits zu verlottert, um es zu renovieren.

Haus an der Wildbachstrasse 24 in Winterthur
Legende: Hier wohnte und lebte vor über 100 Jahren eine Hafnerfamilie. Das Haus ist heute so baufällig, dass es abgerissen wird. Google.map

Jahrelang hat die Stadt Winterthur darum gekämpft, dass das 175-jährige Haus an der Wildbachstrasse 24 erhalten bleibt und renoviert wird. Vergebens. Das Zürcher Verwaltungsgericht verfügte den Abriss: Eine Renovation, begründeten die Richter den Entscheid, sei unverhältnismässig.

Der Frust über das Urteil ist gross bei der Stadt Winterthur:

So werden Hausbesitzer noch belohnt, die ihre Häuser verlottern lassen,

sagt Fridolin Stör, Leiter des Baupolizeiamtes in Winterthur. In Zukunft will die Stadt deshalb die denkmalgeschützten Liegenschaften in der Stadt genau kontrollieren und allenfalls Zwangsmassnahmen verfügen. Rund 1000 Liegenschaften sind es, die in der Stadt Winterthur unter Denkmalschutz stehen. Stör ist überzeugt, dass die meisten Hausbesitzer nichts zu befürchten haben von den Kontrollen. «Die meisten Liegenschaftsbesitzer renovieren ihre Häuser, auch im eigenen Interesse. Wir wissen heute von vereinzelten Problem-Liegenschaften.»

Zuerst das Gespräch, dann Zwangsmassnahmen

Bei Liegenschaften, die problematisch seien, würde zuerst auf jeden Fall das Gespräch gesucht, sagt Stör weiter. Dass sich Reden auszahlt, habe man bereits im Fall von Bruno Stefanini gesehen: Ihm gehören in Winterthur fast 100 denkmalgeschützte Liegenschaften. Der Mann sei nicht berühmt gewesen fürs Renovieren, er habe aber umgedacht, sagt Stör: «Er renoviert nicht alles aufs Mal, aber der Prozess ist im Gang. Herr Stefanini unternimmt wirklich etwas.»

Wann die Stadt mit den Kontrollen beginnen will, liess Stör noch offen.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von M. Steiner, Winterthur
    So weit kommt's noch, dass mir die Stadt vorschreibt, was ich wann wie zu renovieren habe. Als ob der Heimatschutz nicht Zumutung genug wäre für private Hausbesitzer, die in den meisten Fällen nur gerne eine schwarze Null hätten. Auch einer, der recht derb ehrlich Steuern in Winti zahlt und dem linke Begehrlichkeiten je länger je mehr auf den Senkel gehen!
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  • Kommentar von Beat Gurzeler, CH-Winterthur
    Zahlt Herr F.Stör dies aus von seinem Lohn ? Gruss von einem Steuerzahler dieser Stadt Winterthur mit Guthaben beim Steueramt.
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