Winterthur: Busdepot-Streit vorerst vom Tisch

Nach jahrelangem Seilziehen um das alte Busdepot beim Deutweg gibt der Winterthurer Stadtrat auf: Er zieht ein Urteil des Zürcher Baurekursgerichts nicht ans Verwaltungsgericht weiter. Damit wird auch das Verwaltungsgebäude definitiv unter Denkmalschutz gestellt.

Graues Gebäude, davor ein rot-weisser Bus.

Bildlegende: Das Objekt des Knatsches: Aussenansicht des alten Deutweg-Busdepots in Winterthur. zvg

Der Stadtrat wollte ursprünglich nur die alte Halle sowie den Vorplatz unter Denkmalschutz stellen. Das Verwaltungsgebäude, die Westfassade und die Verbindungsfassade wollte er abreissen. Geplant war eine grosse Wohnüberbauung.

Der Zürcher Heimatschutz und die IG Busdepot legten beim Baurekursgericht aber Beschwerde ein. Sie forderten, dass alle Elemente unter Schutz gestellt würden. Mit halbem Erfolg: Das Gericht entschied im Januar, dass das Verwaltungsgebäude ebenfalls schützenswert sei. Was die anderen Gebäudeteile betrifft, wurde der Rekurs allerdings abgewiesen. Wie die Stadt am Mittwoch mitteilte, wird sie dieses Urteil nun akzeptieren. In dieser jahrelangen Auseinandersetzung solle endlich ein Schlussstrich gezogen werden.

Kritiker behalten das Projekt im Auge

Das Verwaltungsgebäude gilt somit ebenfalls als schützenswert. Die geplante Überbauung muss entsprechend angepasst werden. Sofern Heimatschutz und die IG Busdepot wegen der Westfassade und der Verbindungsfassade nicht doch noch vor Verwaltungsgericht gehen, ist der Busdepot-Streit damit beendet. Bei der IG Busdepot heisst es auf Anfrage von Radio SRF: Man sei zwar sehr zufrieden mit dem Gerichtsurteil, behalte das Projekt aber weiterhin im Auge. Geplant ist eine Genossenschafts-Wohnüberbauung.