Winterthur entscheidet über Luxuswohnungen auf dem Zeughausareal

Auf dem Zeughausareal in Winterthur sollen fünf Wohnblöcke mit Wohnungen im oberen Preissegment entstehen. Das Grundstück dafür will die Stadt an Investoren verkaufen. Gegen die Vorlage wurde das Referendum ergriffen. Verhindert werden soll aber nicht das Bauen an sich, sondern die Luxuswohnungen.

Visualisierung von Eigentumswohnungen auf dem Zeughausareal in Winterthur.

Bildlegende: «Gehobener Wohnraum» soll auf dem Winterthurer Zeughausareal entstehen - wenn es nach dem Willen des Stadtrats geht. (Visualisierung) zvg

Der Winterthurer Stadtrat befürwortet das Projekt: Er wolle mit seiner Wohnbaupolitik nicht nur günstige Wohnungen fördern, sondern auch Wohnungen für Gutverdienende schaffen. Die nötige Umzonung auf dem Zeughausareal hat der Gemeinderat bereits bewilligt. Nun möchte die Stadt, die einen Drittel des Landes besitzt, dieses an den Meistbietenden verkaufen. Der Käufer soll auf dem Areal 117 Luxuswohnungen bauen.

Das Referendumskomitee aus AL, Grünen, Juso und dem Mieterverband will das Projekt in dieser Form verhindern. Es wirft der Stadt vor, in die Rolle einer Immobilienspekulantin zu schlüpfen und den Immobilienmarkt so weiter anzuheizen. Die Referenten fordern, dass das Land stattdessen im Baurecht für gemeinnützigen Wohnungsbau abgegeben werden soll.

Parolen der Parteien

Ja: SP, SVP, FDP, EVP, Piratenpartei

Nein: GP, AL, EDU