Winterthur gibt Biorender letzte Chance

Das umstrittene Biogas-Unternehmen bekommt sicher noch bis Mitte Jahr mehr Geld von Winterthur. Allerdings hat Biorender im Gemeinderat nicht mehr viel Vertrauen: die Abstimmung fiel äusserst knapp aus.

Mit drei Millionen Franken ist die Stadt Winterthur an Biorender beteiligt. Auch andere Ostschweizer Gemeinden sind Aktionäre beim Unternehmen, das aus Fleischabfällen Biogas herstellt.

Allerdings gibt es grosse Probleme: die Produktion kommt nicht so schnell auf Touren wie geplant. Ausserdem ist das Gas noch zu teuer. Biorender braucht darum gemäss dem Winterthurer Stadtrat mehr Zeit. Deshalb soll Winterthur bis Mitte 2014 einen höheren Gas-Preis bezahlen.

Bürgerliche wollten den Ausstieg

Dagegen wehrten sich im Winterthurer Gemeinderat die bürgerlichen Parteien. Winterthur müsse jetzt bei Biorender aussteigen, sonst gebe es ein Millionendebakel. Die Linken hielten dagegen, man dürfe nicht jetzt schon aufgeben. Auch der zuständige Stadtrat Matthias Gfeller plädierte auf Zeit: «Ich bin sicher, dass es bald klappt.»

Die Abstimmung war mit 24 Ja- zu 23 Nein-Stimmen äusserst knapp, weil sich die Grünliberalen der Stimme enthielten.