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Zürich Schaffhausen «Winterthur hat ein Problem mit radikalen Islamisten»

Der Winterthurer SP-Politiker Blerim Bunjaku will das Problem nicht länger verschweigen. Winterthur gilt in der Schweiz als diejenige Stadt mit besonders vielen Sympathisanten der Terrorgruppe «Islamischer Staat». Welche Rolle dabei die Winterthurer Moschee An'Nur hat, ist umstritten.

Legende: Video Hinweise auf IS-Zelle in Winterthur abspielen. Laufzeit 4:35 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 17.11.2015.

Sechs junge Menschen aus Winterthur wollten bereits in den Krieg nach Syrien reisen, sagt der SP-Politiker Blerim Bunjaku. Er ist selber Muslim und will das Problem nicht mehr länger verleugnen: «Winterthur hat ein Problem mit radikalen Islamisten», sagte Blerim Bunjaku gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Welche Rolle bei der Radikalisierung von jungen Muslimen die Winterthurer Moschee An'Nur spielt, ist umstritten. Der Journalist und Terrorismus-Experte Kurt Pelda sagte jedoch am Dienstag gegenüber der Zeitung «Der Landbote», dass es klare Hinweise auf eine IS-Terror-Zelle im Umfeld der Moschee gebe. Der Präsident der Moschee wies im gleichen Artikel die Vorwürfe deutlich zurück.

Mit einem Verein gegen die Radikalisierung

Der 36-jährige SP-Schulpfleger Blerim Bunjaku will nicht mehr tatenlos zusehen. Er hat den Verein «Fair Winti» – Freiwillige Arbeitsgruppe Winterthur – gegründet. In diesem Verein sollen verschiedene muslimische Gruppierungen und Vertreter anderer Religionen aus Winterthur miteinander ins Gespräch kommen. Teilnehmen werden auch Vertreter der Moschee An'Nur. Das erste Treffen ist im Dezember geplant.

13 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande (Future)
    Wen wunderts bei diesen "Persönlichkeiten" in der Regierung???
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  • Kommentar von Ursula Schüpbach (Artio)
    Ironischerweise sind es regelässig die selben rechtsnationalistischen Eiferer u. oberflächlichen Patriarchen, die bei dem ganzen Thema hyperventilieren u. in der Schweiz rumkeifen. Und diese halten sich dann auch noch für die einzig wahre Lösung, um ebenso selbstherrlichen Mackern aus der Abteilung der Islamisten den Boden zu entziehen. Manchmal denke ich: "Haut doch alle endlich ab und lasst den Rest der Welt einfach mal in Ruhe!"
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    1. Antwort von Rolf Bolliger (robo)
      6. (!) Versuch, diesem Netiquette-verletzenden Kommentar einen Gegenstandpunkt zu schreiben: Wir Schreiber(innen), die sich stets an Fakten halten und sachlich (aber unverblühmt!) zu einem Thema eine eigene Meinung einbringen, sind sich an viel "Hass" und persönliche Angriffe gewohnt! Obiger neuster Rundumschlag aus Biel, ist wohl bis jetzt das "Schlimmste", was hier schon gehässelt wurde: "Haut doch alle endlich ab und lasst den Rest der Welt einfach mal in Ruhe!" (Zitat U. Schüpbach)!
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  • Kommentar von D. Schmidel (D. Schmidel)
    Das Gegenteil von dem was Ahmad Mansour sagt ist richtig. Die Dschihadisten in Europa sind Produkte einer in weiten Teilen fehlgeleiteten islamischen Welt. Europa kann die Auslegung des Koran nicht bestimmen, das wird in islamischen Staaten bestimmt. Islamisten die in Europa geboren und aufgewachsen sind, orientieren sich nach ihren Wurzeln und nicht nach dem Staat in dem sie geboren wurden. Es ist nur die Menschennahe Empfindung für Ethik, die die Meisten daran hindert, gewalttätig zu werden.
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