Winterthur: Kaum Chance auf Geld vom Kanton

Winterthur hofft auf höhere Beiträge aus dem Finanzausgleich und einen «Notbatzen» vom Kanton, um das Loch in der Stadtkasse zu stopfen. Eine Beitragserhöhung ist aber nur langfristig möglich, und Soforthilfe für Gemeinden in Geldnot ist beim kantonalen Finanzausgleich nicht vorgesehen.

Eine Tausendernote wird von einer Hand in die andere gegeben.

Bildlegende: Winterthur hofft auf finanzielle Unterstützung vom Kanton. Keystone

Die Stadt Winterthur muss dringend das Loch in der Stadtkasse stopfen. Sie will deshalb noch stärker sparen, den Steuerfuss erhöhen und mehr Geld aus dem kantonalen Finanzausgleich beziehen. Der Stadtrat findet es nämlich ungerecht, dass die Stadt Zürich vom Kanton mehr Geld pro Einwohner bekommt als Winterthur. Auch Winterthur habe eine Zentrumsfunktion, genau wie Zürich.

Beiträge bis 2016 festgeschrieben

Die Stadt Winterthur hat nun beim Zürcher Regierungsrat einen Antrag auf Erhöhung der Beiträge eingereicht. Damit dürfte die Stadt allerdings einen schweren Stand haben. Wie Arthur Helbling, Leiter des kantonalen Gemeindeamts, gegenüber dem Regionaljournal Zürich-Schaffhausen sagte, seien die Beiträge gesetzlich festgeschrieben und frühestens 2016 wieder verhandelbar.

«Notbatzen» nicht vorgesehen

Der Stadtrat von Winterthur scheint dies zu wissen und fordert deshalb zusätzlich noch drei Millionen Franken aus dem Finanzausgleich als Soforthilfe. Arthur Helbling kennt ähnliche Forderungen von anderen Gemeinden. Es gebe beim kantonalen Finanzausgleich jedoch keine Kasse, aus der sich Gemeinden in Finanznot bedienen könnten. Winterthur dürfte es somit schwer haben, mehr Geld aus dem kantonalen Finanzausgleich zu erhalten.