Winterthur: Nein zu Luxuswohnungen auf der Zeughauswiese

Auf der kleinen Zeughauswiese in Winterthur werden keine teuren Wohnungen gebaut. Die Stimmberechtigten haben dem Projekt am Sonntag eine Abfuhr erteilt. Abgelehnt wurden sowohl der Land-Verkauf als auch die Umzonung.

Visualisierung der geplanten Wohnsiedlung auf dem Winterthurer Zeughausareal

Bildlegende: Fiel bei den Winterthurerinnen und Winterthurern durch: Eine Überbauung mit «gehobenem Wohnraum» auf dem Zeughausareal. (Visualisierung) ZVG

Der Verkauf des Areals wurde mit fast 56 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt, die Umzonung mit knapp 54 Prozent. Mit diesem Ergebnis ist das Bauprojekt «Henri et Jeanne» vom Tisch.

Die Stadt wollte die Wiese beim Zeughaus für knapp 10 Millionen Franken an einen Investor verkaufen. Dieser wollte dort 117 Wohnungen im mittleren und oberen Preissegment bauen.

«Teure Wohnungen nicht goutiert»

Bei der Abstimmung sei es nicht um das Projekt an und für sich gegangen, sagte die zuständige Stadträtin Pearl Pedergnana gegenüber dem «Regionaljournal»: «Es ging um die städtische Wohnbaupolitik. Es wurde nicht goutiert, dass hier teure Wohnungen geplant waren.» Wie es nun mit dem Areal weitergeht, konnte Pedergnana noch nicht sagen.

Der Grosse Gemeinderat hatte dem Verkauf und der Umzonung im April mit 40 zu 12 Stimmen zugestimmt. Ein Komitee aus Grünen, AL, Juso und Mieterverband ergriff jedoch das Referendum gegen diesen Entscheid. Die Stadt solle lieber auf eine familienfreundliche günstige Überbauung setzen.