«Wir können Ruhe bringen und Eskalationen verhindern»

Fast 2900 Mal haben verzweifelte Eltern im Kanton Zürich letztes Jahr die Nummer des Elternnotrufes gewählt. Das sind sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Die Probleme verändern sich nicht, doch der Notruf wird immer bekannter.

Ein Kind schützt seinen Kopf gegen eine schlagende Hand.

Bildlegende: Vor der Eskalation ein Telefon: Der Elternnotruf kann bei Extremsituationen helfen. Keystone

Jugendliche, welche ihre Eltern bedrohen. Babys, die nicht schlafen. Kleinkinder, die nicht aufhören zu schreien. Solche Situationen sind für Eltern zum Verzweifeln. Damit sie nicht eskalieren, gibt es den Elternnotruf.

2852 Anrufe erhielt der Elternnotruf im Kanton Zürich im Jahr 2012. Das sind 180 mehr als im Vorjahr. «Die Probleme haben sich nicht verändert. Es wissen aber mehr Eltern, dass es uns gibt», erklärt Peter Sumpf, Geschäftsleiter des Elternnotrufes, den Anstieg.

Beruhigen und deeskalieren

Ein Gespräch mit einer Fachperson könne viel bewirken. «Wenn man durcheinander ist und nicht weiss, was man machen soll, kann ein kompetenter Gesprächspartner beruhigen und die nächsten Schritte aufzeigen.» Und so könnten Eskalationen oft verhindert werden.

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